2. März 2013

Artenschutz braucht Fläche

„Beim Artenschutz geht es längst nicht mehr nur um exotische oder besonders seltene einheimische Tierarten“, sagte BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender anlässlich des Tages des Artenschutzes am 3. März, „das Artensterben ist in unseren Landschaften allgegenwärtig geworden.“ Dahlbender erinnerte daran, dass etwa der Bestand früher alltäglicher Feldvogelarten wie Haubenlerche und Kiebitz in Baden-Württemberg in den vergangenen 20 Jahren um rund 80 Prozent geschrumpft ist.

Schuld an dieser Entwicklung sind einerseits Flächenverbrauch und Landschaftszerschneidung und andererseits die industrialisierte Landwirtschaft. „Große Monokulturen und ein immer höherer Pestizideinsatz haben ausgeräumte Landschaften zur Folge, in denen Vögel und Insekten nicht mehr leben können“, erläutert Dahlbender. In den vergangenen zwei Jahrzehnten musste Baden-Württemberg einen dramatischen Rückgang des artenreichen Grünlands verzeichnen. „Das Grünlandumbruchsverbot der grün-roten Landesregierung war ein guter Anfang, aber die Intensivierung landwirtschaftlicher Flächen geht unvermindert weiter“, so die BUND-Vorsitzende.

Die Landesregierung müsse dringend die Naturschutzinstrumente stärken, um den stetigen Verlust der biologischen Vielfalt zumindest zu verlangsamen. „Wir brauchen deutlich mehr Mittel für den Vertragsnaturschutz und konsequente Sanktionen und Kompensationen für die Verschlechterung von NATURA-2000-Gebieten“, sagte Dahlbender, „beim Erhalt des Schutzgebietssystems NATURA 2000 und beim Ausbau des landesweiten Biotopverbunds kommt das Land seinen nationalen und internationalen Verpflichtungen nicht nach.“




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