12. April 2013

GKM spielt gesundheitliche Gefahren herunter

Anlässlich der Reaktion der Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM) und der Stadt Mannheim auf die Untersuchung der Universität Stuttgart zu den Gesundheitsgefahren bei der Kohleverstromung äußert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald deutliche Kritik. Der BUND fordert Politik und Verwaltung auf, entsprechend zu handeln und ein dauerhaftes Ende der Kohleverstromung einzuleiten. Die Energieerzeugung mittels Kohle dürfe nicht mit Block 9 in die Zukunft gerettet werden.

„Wenn die GKM als Betreiber der Kohlekraftwerke lediglich auf eingehaltene Grenzwerte abhebt, hat sie die Dimension des Problems grundlegend missverstanden und handelt grob unverantwortlich“, sagte Richard Landenberger, Vorsitzender des BUND Regionalverbands. „Die neuen Zahlen belegen einmal mehr, dass die Kohleverstromung ein überholtes Energiemodell ist. Dabei sind Schäden durch Kohleabbau und Klimafolgen noch nicht einmal berücksichtigt.“

Irritiert zeigte sich der Umweltverband auch von den Reaktion der Stadt Mannheim auf die Studienergebnisse: „Anstatt alles Erdenkliche zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu unternehmen, scheint sich die Stadt aus alter Verbundenheit vor den Karren eines gewinnorientierten Konzerns spannen zu lassen. Hier erwarte ich insbesondere auch von einer grünen Umweltbürgermeisterin mehr Einsatz“, so Landenberger.

Nach Angaben der jüngsten Studie wird alleine Block 9 der GKM AG jährlich 1.686 Tonnen Schwefeldioxid, 1.686 Tonnen Stickoxide und 114 Tonnen Feinstaub (PM10) ausstoßen. Der BUND wehrt sich seit Bekanntwerden der Planungen gegen ein neues Kohlekraftwerk in Mannheim, im Jahr 2011 hat er versucht, das Projekt mit einer Klage vor dem VGH Mannheim zu stoppen. Dabei hatten auch die Belastungen durch Feinstaub und Umweltgifte eine Rolle gespielt.




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