Tag und Nacht unterwegs

Neben den 140 in Baden-Württemberg vorkommenden Tagfaltern zählen zu unseren heimischen Schmetterlingen weitere 3.500 Nachtfalter. Die oft unscheinbaren, nachtaktiven Falter sind viel weniger bekannt, aber ebenso schützenswert. Nicht alle sind unscheinbar, das Nachtpfauenauge etwa ist bunt und groß.

Gut unterscheiden kann man Tag- und Nachtfalter an der Flügelstellung. Tagfalter stellen die Flügel in Ruheposition senkrecht in die Höhe, während die Nachtfalter sie flach an den Körper drücken. Die Fühler von Nachtfaltern sind eher gefiedert oder kammartige, die Fühler der Tagfalter dagegen glatt und am Ende verdickt.  

Wichtiges Glied im Ökosystem: Beutetier...

Einen Schwalbenschwanz von Blüte zu Blüte tanzen zu sehen, ist für uns Menschen das Sinnbild für den Sommer. Doch für viele Wiesen- und Waldbewohner sind Schmetterlinge vor allem potenzielle Beutetiere. Singvögel sind auf dieses Nahrungsangebot dringend angewiesen, genauso wie Fledermäuse.

...und Blütenbestäuber

Der Artenreichtum einer Blütenwiese hängt nicht zuletzt von den vorkommenden Schmetterlingsarten ab. Viele Schmetterlinge sind auf bestimmte Pflanzen und deren Blütennahrung spezialisiert. Umgekehrt sind die Pflanzen auf die Falter angewiesen, denn nur sie können die speziell geformten Blüten bestäuben.



Schmetterlingsland Baden-Württemberg

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