Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald

BUND Steinachtal

Die Asiatische Hornisse – Neuzugang mit Störpotential

Informationsveranstaltung am Mittwoch, 06.Mai 2026, 19:00 Uhr, Bürgerhaus Schönau

Die asiatische Hornisse (Vespa velutina) gilt nach EU-Recht als invasive, gebietsfremde Art, d.h. eine eingewanderte Art, die das heimische Ökosystem, die Biodiversität, beeinträchtigt. Auch in Wilhelmsfeld und im Steinachtal hat sich die Asiatische Hornisse seit einigen Jahren ausgebreitet. Mit Bekämpfungsmaßnahmen, wie Nestortung und -vernichtung, konnte die Ausbreitung verlangsamt werden. Ganz verschwinden wird diese Art aber nicht mehr. Wir müssen also mit ihr leben lernen.
Die Wespen- und Hornissenberaterin Diplom-Biologin Gerlinde Seidel wird über die Ausbreitungsdynamik, die rechtliche Situation und die Biologie der Tiere informieren, aber auch, welche Risiken von ihr ausgehen, woran man die Tiere erkennt, wo sie ihre Nester bauen und wie man sich bei einem Nestfund verhält. Die Bevölkerung kann durch Aufmerksamkeit und Meldungen von Nestfunden einen wichtigen Beitrag bei der Bekämpfung leisten.
Im Anschluss an den Vortrag besteht wie immer Gelegenheit, Fragen zu stellen und das Thema weiter zu diskutieren.

Zur dieser Informationsveranstaltung lädt der BUND Steinachtal herzlich ein am Mittwoch, dem 06. Mai 2026 um 19:00 Uhr in den Wallonensaal des Bürgerhauses Schönau, Marktplatz 8.

Für Menschen sind einzelne Exemplare der Asiatischen Hornisse nicht gefährlicher als die Europäische Hornisse oder heimische Wespen. Ihre Stiche können wie bei allen Wespenarten zu allergischen Reaktionen führen. Besondere Vorsicht ist aber in der Nähe ihrer Nester geboten, diese werden massiv und aggressiv verteidigt.
Zum Beutespektrum der asiatischen Hornisse gehören nicht nur, aber vor allem Honigbienen, Wespen und Fliegen, also überwiegend Bestäuber. Dadurch beeinträchtigt sie nicht nur die Biodiversität, sondern auch Bestäubungsprozesse und damit Ökosystemleistungen. Das kann zu wirtschaftlichen Einbußen in Landwirtschaft und Obstbau führen.
Die Jagd vor den Fluglöchern eines Bienenstocks oder gar das Eindringen verursacht Stress im Volk und kann Sammelflug und Brutaufzucht beeinträchtigen bis hin zum Völkerverlust. Einige Imker im GVV Schönau haben wegen Völkerverlusten daher schon die Imkerei aufgegeben.

 


 

Photovoltaikanlage "Erlbrunner Höhe" in Wilhelmsfeld eingeweiht

Zweite Bürgersolaranlage im GVV Schönau

Bürgersolaranlage "Erlbrunner Höhe" Wilhelmsfeld (Foto: H.E. Köster/BUND Steinachtal)

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Photovoltaik (PV) - Anlage auf dem Dach der Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach im Oktober 2024 als erster Bürgersolaranlage im Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Schönau folgt nun Wilhelmsfeld: Die zweite PV-Anlage in Bürgerhand - auf dem Dach des Pflegeheims Erlbrunner Höhe - konnte am Mittwoch, dem 18. März 2026 eingeweiht werden. Auch diese Anlage wird wieder von der Energiegenossenschaft (EG) Hohe Waid eG in Hirschberg finanziert und betrieben.
Die Anlage Erlbrunner Höhe ist mit einer Leistung von 99,19 kWp derzeit das größte PV-Projekt der EG Hohe Waid eG. Der Strom wird durch 218 Module zu je 455 Wp erzeugt.
Der erwartete Jahresertrag beträgt über 80.000 kWh.
Ein Teil des erzeugten Solarstroms deckt direkt den aktuellen Bedarf der Pflegeeinrichtung. Ferner kommt modernste Speichertechnik zum Einsatz. Durch den Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 120 kWh kann überschüssig produzierte Energie in den Abendstunden und in der Nacht direkt vor Ort genutzt werden. Zusätzlich wird durch den großen Energiespeicher ein Puffer für den Fall eines Stromausfalls zur Notstromversorgung bereitgestellt. 
 

Den ganzen Artikel zur Vorstellung der Anlage lesen Sie hier.

 


 

Energieunabhängigkeit durch Gasausstieg

Gemeinsamer Aufruf an die Bundestagsabgeordneten

Erneuerbare Energien decken bereits fast 60 Prozent unseres Strombedarfs.
Die Wärmeversorgung hingegen beruht noch immer zu ca. 80 Prozent auf fossilen Energien. Dafür wird noch immer in großen Mengen fossiles Gas verbrannt. Ca. 40 Prozent des deutschen Gasbedarfs werden für die Beheizung von Gebäuden verwendet.
Mit Putins Überfall auf die Ukraine mussten wir schmerzvoll lernen, dass Deutschland sich stark von Gasimporten abhängig gemacht hat. Hohe Strom- und Gaspreise sowie Versorgungsengpässe waren die Folge. Seitdem  ist viel passiert: In vielen großen Kommunen liegt heute bereits eine Wärmeplanung vor, die den Weg aus der Gasversorgung aufzeigt. Die Wärmepumpe war 2025 erstmals Spitzenreiter bei neu verkauften Heizungen. Und immer mehr Gebäude werden an Wärmenetze angeschlossen.
In den letzten Wochen überschlugen sich die Ereignisse erneut: Der Krieg im Iran ließ die Gas- und Ölpreise auf dem Weltmarkt abermals in gefährliche Höhen schnellen. Fast zeitgleich kündigten die Regierungsfraktionen an, dass der Einbau von Gas und Ölheizungen wieder dauerhaft erlaubt werden soll.
Der BUND Steinachtal hat sich einem Appell an die Bundestagsabgeordneten angeschlossen, dafür Sorge zu tragen, den Gasverbrauch in Deutschland schnell zu senken.

Den Text des offenen Briefes mit allen Unterzeichnern können Sie hier einsehen.
Weitere Infos des Umweltinstituts München zum Thema.

 


 

Der Amphibienschutzzaun steht

Amphibienschutzaktion zwischen Heiligkreuzsteinach und Altneudorf

 (BUND Steinachtal)

Der BUND Ortsverband Steinachtal organisiert auch in diesem Jahr wieder an der L535 zwischen Heiligkreuzsteinach und Altneudorf eine Amphibienschutzaktion. Neunzehn Helfer haben sich am letzten Samstag auch von dem einsetzenden Regen nicht abhalten lassen und haben in etwas mehr als zwei Stunden den mit einer Länge von 450 Metern durchaus beachtlichen Schutzzaun aufgebaut. Somit ist nun der Startschuss zur Schutzsaison 2026 erfolgt. Die nächsten Wochen werden täglich Helfer im Einsatz sein, um den Zaun zu kontrollieren und Amphibien sicher über die Straße zu bringen.

Damit diese Schutzaktion auch weiterhin durchgeführt werden kann, ist der BUND Steinachtal dankbar für neue Helfer*innen. Wer Interesse hat, die Aktion aktiv zu unterstützen oder wer sich auch nur einfach einmal völlig unverbindlich weiter informieren möchte, kann den BUND Ortsverband Steinachtal gerne per Mail (amphibien@bund-steinachtal.de) oder telefonisch (06228/ 383571) kontaktieren.

BUND Ortsverband Steinachtal
Stefan Wagner

 


 

Trotz abgelehnter Ausweisung eines Vorranggebiets am Lammerskopf

OB Würzner will einen Windpark ins FFH-Gebiet bauen.

Landschaftsbildeinheit „Blick vom Süden auf das Plangebiet“ im zuletzt geplanten Windpark-Layout mit 11 WKA vom Teltschikturm aus gesehen. Im linken Bilddrittel befindet sich Wilhelmsfeld, dahinter die Anlagen am Greiner Eck. Die Kollage orientiert sich an den Abbildungen, die im Gutachten für die Landschaftsbewertung für das Landschaftsschutzgebiet „Bergstraße-Mitte“ verwendet wurden. Gerade diese Perspektive fehlte dort jedoch.

Unser Leserbrief in der Rhein-Neckar-Zeitung

28.1. (von der Redaktion gekürzt) und 5.2.2026 (ungekürzt)

 

Windkraft um jeden Preis

OB Würzner möchte um jeden Preis Windräder auf dem Lammerskopf. Grund dafür ist sein Versprechen, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen? Der BUND begrüßt dieses ehrgeizige Ziel grundsätzlich, jedoch nicht um jeden Preis. Gebiete höherer Schutzkategorien (z.B. Natura2000) dürfen den Klimazielen nicht von vornherein untergeordnet werden; Biodiversitäts- und Klimakrise sind mindestens ebenbürtig.

Warum am Projekt „Lammerskopf“ festgehalten wird, ist nicht nachvollziehbar, zumal auf Heidelberger Gemarkung ein Vorranggebiet für Windkraft zur Verfügung steht. Der Wald am „Weißen Stein/Hohen Nistler“ ist zwar aus Naturschutzsicht nicht unproblematisch, dabei aber kein FFH-Gebiet. Die rechtlichen Hürden dort sind also deutlich niedriger. Zudem liegt dort ein positiver Bürgerentscheid vor und ein Umweltgutachten wurde in Auftrag gegeben. Der BUND hofft, dass es gelingt, beim Eingriff Klima- und Artenschutz miteinander zu vereinbaren.

Ein Bürgerentscheid zum „Lammerskopf“ ist dagegen eine Verschwendung von Steuergeldern: Der Gemeinderat hat sich für das Projekt ausgesprochen. Der OB sucht offenbar nur eine zusätzliche Legitimation. Tatsächlich scheiterte das Projekt Lammerskopf jedoch an naturschutzfachlichen Fragen. In weiteren Verfahren wird auf Grundlage fachlicher Argumente entschieden – nicht nach Wahlergebnissen. Oder soll hier politischer Druck aufgebaut werden, um geltendes Naturschutzrecht auszuhebeln?

Das vom Konsortium in Auftrag gegebene Gutachten ist in Teilen fehlerhaft: Wichtige Untersuchungen fehlen oder sind unzureichend, sowohl die Konzeption als auch die Interpretation lassen Zweifel an der Neutralität aufkommen. Die naturschutzrechtlichen Hürden werden daher unverändert bestehen bleiben. Der BUND behält sich deshalb rechtliche Schritte gegen eine Genehmigung vor.

Edit Spielmann und Jochen Schwarz, BUND Steinachtal

 


 

BUNDfunk

neue Folge über Landwirtschaft

Bundfunk Logo

In der vierten Folge des BUND-Podcasts dreht sich alles um das Thema Landwirtschaft. Patrick Müller, unser Fachexperte für Landwirtschaft beim BUND, gibt vertiefte Einblicke, erläutert Hintergründe und verdeutlicht, was sich in der Politik, auf den Höfen und im Supermarkt ändern muss – für eine echte Agrarwende hin zu einer sozialen und ökologischen Landwirtschaft. Ein weiteres Thema ist der verwirrende Label-Dschungel im Supermarkt.
www.bund.net/service/presse/bundfunk-der-umwelt-podcast/

 


 

RNZ 13. Dez. 2025: Lammerskopf ist in der Regionalplanung vom Tisch

Die Verbandsversammlung hat endgültig entschieden.

Ohne die Arbeit des BUND vor Ort wäre dieses Ergebnis nicht erreicht worden. Der Satz "Der Verband hält unter anderem die Transportwege in das Waldgebiet für bedenklich und fürchtet, dass der Lebensraum verschiedener Tier-und Pflanzenarten gefährdet werde." klingt einfach und unbedeutend. Dahinter verbirgt sich aber unser jahrelanger Kampf um die gebotene Berücksichtigung wichtiger ökologischer Zusammenhänge in den Untersuchungsmethoden, Datenerhebungen und -bewertungen im Rahmen der FFH-Verträglichkeitsuntersuchungen. Am Ende sind uns das Regierungspräsidium in Karlsruhe und die Verbandsversammlung der Region Rhein-Neckar gefolgt und haben sich für die Freihaltung des FFH-Gebietes "Steinachtal und Kleiner Odenwald" am Lammerskopf ausgesprochen.

Unser aktueller Reel zum Thema bei Instagram

 


 

Planungsausschuss: kein Windkraft-Vorranggebiet am Lammerskopf

Foto: E. Spielmann/BUND Steinachtal

Die Naturschutzverbände BUND und NABU begrüßen die Entscheidung der Verbandsverwaltung, das geplante Windkraft-Vorranggebiet HD/RNK-VRG02-W nicht weiter zu verfolgen. Wir danken den beteiligten Fachbehörden und den Mitgliedern des Planungsausschusses ausdrücklich dafür, dass sie in der Abwägung der betroffenen Schutzgüter der überregionalen Bedeutung des Natura 2000-Schutzgebiets die gebotene Priorität einräumen.

Der Planungsausschuss des VRRN teilt und bestätigt mit der heutigen (21.11.2025) Entscheidung unsere Befürchtung, dass die Errichtung eines Windparks an dieser Stelle zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Schutzzieles des FFH-Gebietes führen würde, bzw. eine solche nicht mit der erforderlichen Sicherheit ausgeschlossen werden kann.

 

 

Windpark auf dem Lammerskopf: Beeinträchtigung der Schutzziele des FFH-Gebietes

So wie BUND und NABU konnten auch die Fachbehörden das vorgelegte Gutachten zur FFH-Verträglichkeit der beabsichtigten Windenergienutzung aus mehreren Gründen nicht nachvollziehen. Damit folgen sie gleichlautenden Einschätzungen mehrerer externer und renommierter Experten.

Die Realisierung des am Lammerskopf geplanten Windpark-Vorhabens wäre demnach mit den Vorgaben der Natura 2000-Richtlinie der EU nicht vereinbar. Entsprechende Planungen wären daher mit erheblichen Rechtsunsicherheiten belastet.

Obwohl sich BUND und NABU in Anbetracht der drängenden Klimafragen klar zum Ausbau der Erneuerbaren Energien bekennen, sehen sie beim Lammerskopf die dringende Notwendigkeit, dem Naturschutz Priorität einzuräumen.

 

Klima- und Biodiversität werden als "Zwillingskrise" betrachtet

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass die Bewältigung der Klima- und Biodiversitätskrise als "Zwillingskrise" ein ausgewogenes und vorausschauendes Vorgehen erfordert, das beide Herausforderungen gleichermaßen berücksichtigt. Die Bekämpfung der Klimakrise allein führt – so unverzichtbar sie ist – nicht unmittelbar auch zu einer Lösung der Biodiversitätskrise. Der Erhalt der natürlichen Vielfalt erfordert vielmehr eigene und zusätzliche Anstrengungen.

Aus diesem Grund stellen sich BUND und NABU grundsätzlich schützend vor die Natura 2000-Gebiete in der Region Rhein-Neckar und freuen sich über den heutigen Beschluss des Planungsausschusses das FFH-Gebiet am Lammerskopf von der Windkraftnutzung freizuhalten.

Anstelle der Windkraftplanungen am Lammerskopf schlagen BUND und NABU die Umsetzung eines Artenhilfsprogramms vor. Diese sind ein auf Bundes- und Landesebene im Naturschutzrecht verankertes Werkzeug des Artenschutzes. Ziel ist es, die Qualität und die Vernetzung der Lebensräume windkraftsensibler Vogel- und Fledermausarten zu verbessern und langfristig zu sichern. Diese sind durch den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region besonders betroffen. Das Waldgebiet am Lammerskopf ist aufgrund seiner Größe und naturräumlichen Ausstattung sowie seiner einheitlichen Besitzverhältnisse – ForstBW ist alleiniger Eigentümer – hervorragend geeignet für die Realisierung eines solchen Artenhilfsprogramms.

 


 

Zweite Bürgersolaranlage im GVV Schönau

Arbeiten haben begonnen

Modulmontage Erbrunner Höhe Montage der Module auf dem Dach des Seniorenheims Erlbrunner Höhe. Foto: J. Finkbeiner-Rinn/BUND Steinachtal

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Photovoltaik (PV) - Anlage auf dem Dach der Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach im Oktober 2024 als erster Bürgersolaranlage im Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Schönau folgt nun Wilhelmsfeld: Auf dem Dach des Pflegeheims Erlbrunner Höhe haben Anfang November 2025 die Arbeiten zur Errichtung einer weiteren PV-Anlage in Bürgerhand begonnen. Auch diese Anlage wird wieder von der Energiegenossenschaft Hohe Waid eG in Hirschberg finanziert und betrieben.

Wofür eine Bürgersolaranlage?

Bei einer Gemeinschaftssolaranlage, meist Bürgersolaranlage genannt, handelt es sich um eine gemeinschaftlich finanzierte und betriebene Photovoltaikanlage. Dabei schließen sich Interessent:innen zusammen, die an der Energiewende aktiv mitwirken wollen und sich mit einem bestimmten Investitionsbetrag an der PV-Anlage beteiligen. Auf diese Weise können einerseits Anlagen errichtet werden, deren Finanzierung auf Grund ihrer Größe für Einzelpersonen oder Kommunen schwierig ist, andererseits können Menschen Anteilseigner einer PV-Anlage werden, die kein eigenes Dach zur Verfügung haben. Der erzeugte Strom wird im Gebäude selbst genutzt oder in das öffentliche Netz eingespeist. Der erwirtschaftete Ertrag wird dann unter den Anteilseigner:innen ausgeschüttet. Die Vorteile einer Bürgersolaranlage liegen auf der Hand: Mit einer kleinen persönlichen Investitionssumme kann zum Ziel einer dezentralen, konzernunabhängigen und ökologischen Energiegewinnung auf kommunaler oder regionaler Ebene ein Beitrag geleistet werden.

Warum ist eine Energiegenossenschaft der Betreiber?

Die Betreibergemeinschaft einer Bürgersolaranlage muss sich in einer juristischen Gesellschaftsform organisieren, um als Energieversorger auftreten zu können, die Investitionen abzusichern und die Einlagen zu verwalten. Eine Möglichkeit ist - gemäß dem Leitsatz von Friedrich Wilhelm Raiffeisen “Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele” - die genossenschaftliche Organisation.
Die Anlage Erlbrunner Höhe wird mit einer Leistung von 99 kWp das bisher größte PV-Projekt der Energiegenossenschaft (EG) Hohe Waid eG. 

Einsatz moderner Technik

Ein Teil des erzeugten Solarstroms deckt den Bedarf der Pflegeeinrichtung. Zum ersten Mal arbeitet die EG Hohe Waid dabei auch mit moderner Speichertechnik. Dadurch kann überschüssig produzierte Energie in den Abendstunden und in der Nacht direkt vor Ort genutzt werden. Zusätzlich wird durch den großen Energiespeicher ein Puffer für den Fall eines Stromausfalls zur Notstromversorgung bereitgestellt. 
Daneben wird auch Strom direkt in das Stromnetz eingespeist. Für diesen Teil wird für 20 Jahre eine feste Vergütung staatlich garantiert.

Beteiligen kann man sich an den Projekten der Energiegenossenschaft durch Erwerb von Anteilen an der Genossenschaft. Damit verbunden ist die Mitgliedschaft in der Genossenschaft. Für das Projekt Erlbrunner Höhe wird es voraussichtlich keine Ausschreibung zur Anteilszeichnung geben, da zunächst zahlreiche Interessent:innen bedient werden, die bei früheren Projekten keine Anteile erwerben konnten.

AG Solar des BUND Steinachtal <solar@bund-steinachtal.de>

 


 

Edit Spielmann und Jochen Schwarz verlassen den Vorstand

Verabschiedung beim Ortsgruppentreffen

Beim Ortsgruppentreffen des BUND Steinachtal am 17. September kündigten die beiden
Vorstandsmitglieder Edit Spielmann und Dr. Jochen Schwarz an, dass sie zum 01. November die
Kurpfalz verlassen werden und demnächst aus dem Vorstand ausscheiden.
Die verbleibenden Vorstandsmitglieder Joachim Finkbeiner-Rinn, Ralf Kuttig und Stefan Wagner
werden die Aufgaben des Vorstands in kleinerer Besetzung wie gehabt weiterführen und hoffen bei
den Vorstandswahlen im kommenden Jahr auf Verstärkung.
In einer kurzen Würdigung hob Joachim Finkbeiner-Rinn hervor, dass Edit Spielmann und Jochen
Schwarz Kopf und Herz des Ortsverbandes Steinachtal waren und ihr Ausscheiden eine schwer zu
schließende Lücke hinterlassen wird. Unter ihrer Regie wurden die vormals eigenständigen
Ortsverbände Heiligkreuzsteinach, Schönau und Wilhelmsfeld zum mitgliederstarken Ortsverband
Steinachtal zusammengeführt, um die Aktionen der aktiven Mitglieder zu bündeln.
So nahm der Ortsverband unter anderem erfolgreich am Wildkatzenmonitoring im badischen
Odenwald teil, etablierte die spätwinterliche „Krötenrettung“ entlang der Landesstraße von
Altneudorf nach Heiligkreuzsteinach und mit seiner AG Solar warb er mittels einer
Demonstrationsanlage für die Installation von Balkonsolaranlagen. Auf der Aussegnungshalle in
Heiligkreuzsteinach konnte die AG Solar in Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Hohe
Waid eG aus Hirschberg und der Gemeinde Heiligkreuzsteinach die erste Bürgersolaranlage im GVV-
Gebiet errichten.
Edit Spielmann und Jochen Schwarz ließen es sich nicht nehmen beim für sie letztmaligen
Ortsgruppentreffen zwei spannende Lichtbildvorträge über die Mausohrfledermaus und die Vielfalt der Nachtfalter – ihre beiden Spezialgebiete – zu halten.
Der OV Steinachtal bedankt sich sehr herzlich für das intensive Engagement und die viele Zeit, die die
beiden Vorstandsmitglieder in ihr Ehrenamt investiert haben und wünscht ein gutes und schnelles
Ankommen in ihrer neuen Wahlheimat, dem Münsterland.

 


 

Bürgersolaranlage in Heiligkreuzsteinach produziert überdurchschnittlich Energie

PV-Gemeinschaftsanlage Aussegnungshalle Heiligkreuzsteinach, Monatsübersicht Mai 2025, Energieproduktion pro Tag

Die Gemeinschaftssolaranlage auf dem Dach der Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach speist seit Oktober 2024 Strom in das öffentliche Netz ein. Auf Grund des sonnigen Frühjahrs lieferte die Anlage mit 69,72 kWp Gesamt-Generatorleistung in den Monaten März bis Mai überdurchschnittlich viel elektrische Energie. So lag die Monatsleistung im vergangenen Mai bei 10.607,04 kWh, das entspricht einem spezifischen Ertrag von 152,14 kWh pro KWp. Dies übertraf den Sollwert um 49,2 %. (Siehe Grafik Monatsübersicht Mai 2025) Mit dieser Monatsleistung ließen sich im Mai 36 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von jeweils 3500 kWh mit günstigem und klimafreundlichem Solarstrom versorgen.

weiterlesen ... PDF 495KB 

 


 

Neue geschützte Arten im geplanten Vorranggebiet „Lammerskopf“ nachgewiesen

26.05.2025

Wimperfledermaus (Foto Manfred Schäffler)

Wildkatze (Felis silvestris)

Am 10.02.2025 wurde mit Hilfe einer Fotofalle eine Wildkatze im Teilgebiet A (am Lammerskopf) nachgewiesen. Dieser Nachweis wurde am 27.03.2025 von der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg (FVA) bestätigt. Der Fundort liegt in einem Wildkatzen­wanderkorridor 200 m nördlich zu einem Wildtierkorridor von internationaler Bedeutung (Generalwildwegeplan). ... Weiterlesen (PDF 281KB)

Wimperfeldermaus (Myotis emarginatus)

Bei unseren stichprobenartigen Untersuchungen im Frühjahr 2025 am „Ochsenlager“ (Teilfläche B) und am „Prinzensitz“ (Teilfläche D) konnten wir die Wimperfledermaus (Myotis emarginatus) durch mehrere Rufsequenzen nachweisen. Die Wimperfledermaus ist eine streng geschützte FFH-Anhang II Art, ihr Rote Liste-Status ist „extrem selten“. ... Weiterlesen (PDF 281KB)

 


 

Gemeinsame Pressemitteilung
BUND und NABU Baden-Württemberg - 19/05/2025

BUND und NABU kritisieren Gutachten zur Verträglichkeit von Windenergie auf dem Lammerskopf

Lammerskopf ist FFH-Gebiet und als Standort für Windenergie ungeeignet  

  • Vorsitzende von NABU und BUND machen sich vor Ort ein Bild des konfliktträchtigen Gebiets
  • Gutachten der FFH-Verträglichkeitsprüfung weist erhebliche Mängel auf
  • Verbände schließen Klage nicht aus
  • Naturschutzverbände fordern Artenhilfsprogramm für windenergiesensible Arten statt Windpark rund um den Lammerskopf

Stuttgart/Heidelberg. Der geplante Windpark am Lammerskopf bei Heidelberg stößt auf deutliche Kritik bei den großen Naturschutzverbänden im Land. Der Eingriff würde den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten beschädigen. Die Vorsitzenden der Landesverbände von BUND und NABU, Sylvia Pilarsky-Grosch und Johannes Enssle, besichtigten in Begleitung von BUND- und NABU-Aktiven die potenzielle Vorrangfläche für Windenergie mitten in einem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) und machten sich ein Bild von den naturschutzfachlichen Konflikten. ...

Lesen Sie die ganze Pressemitteilung beim BUND Landesverband Baden-Württemberg


 

Windpark auf dem Lammerskopf

"Das Gutachten der IUS Weibel & Ness zur FFH-Verträglichkeitsprüfung ist fehlerhaft, unvollständig und nicht rechtssicher!"

Titelblatt unserer Stellungnahme zum Gutachten der IUS zur FFH_Verträglichkeitsprüfung Gemeinsame Stellungnahme von BUND und NABU zum Gutachten der IUS zur FFH_Verträglichkeitsprüfung

Der BUND Ortsverband Steinachtal, der BUND Kreisverband Heidelberg sowie der NABU Heidelberg sind Mitglieder des Projektbeirats Bürgerwindpark Lammerskopf. Wir haben die Arbeit des Gutachterbüros IUS Weibel & Ness GmbH im Rahmen der Erstellung der Natura-2000-Verträglichkeitsuntersuchung am "Lammerskopf" eng begleitet.

Nach kritischer Durchsicht der finalen Version des Gutachtens (Januar 2025) kommen wir zu dem Ergebnis, dass das Gutachten in Teilen fehlerhaft und inhaltlich unvollständig ist. Eine Reihe von Aussagen und Ergebnisbewertungen legen darüber hinaus den Verdacht nahe, dass die Studie nicht neutral angelegt ist, sondern dass eine Nulllösung – welche besagt, dass die Errichtung von Windkraftanlagen am Lammerskopf ohne erhebliche Beeinträchtigung der Schutzziele des FFH-Gebietes nicht möglich ist – grundsätzlich nicht erwünscht und von vorneherein ausgeschlossen werden sollte.

Die Mängel sind in unseren Augen so schwerwiegend, dass das Gutachten als nicht rechtssicher angesehen werden muss.

Unsere Stellungnahme zum IUS-Gutachten laden - PDF 1,89 MB ... 


 

Jahresrückblick 2024

Neujahrsgruß vom BUND Steinachtal

Die 2024 neu installierte Bürgersolaranlage auf der Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach (Foto E. Köster)

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde des BUND im Steinachtal,

wieder geht ein Jahr zu Ende. Wir nehmen dies auch wieder zum Anlass für eine kurze Rückschau auf unserer Arbeit. An einige der wichtigsten Themen und Aktivitäten dieses Jahres möchten wir erinnern.

Wir haben diesen Rückblick in einem PDF-Dokument im Anhang zusammengestellt, um diese Mail nicht zu überfrachten, und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Zum Jahresende wünschen wir allen Lesern dieser Infomail eine schöne und erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start in ein gesundes, friedliches und naturverbundenes neues Jahr!

Unsere nächste Zusammenkunft findet am Mittwoch, den 8. Januar statt. Wir treffen uns wie immer um 19 Uhr im Bürgerhaus, Marktplatz 6, in Schönau. Thematischer Schwerpunkt wird die Einweisung der Helfer in das Mitte Januar beginnende Wildkatzen-Monitoring sein. Aber natürlich dürfen auch wieder eigene Themen und Fragen mitgebracht werden. Und nicht zuletzt dienen unsere Treffen auch immer dem gemütlichen Beisammensein und dem Kennenlernen der Aktiven untereinander. Dafür werden wir auch wieder Getränke und Knabbereien anbieten. Wir freuen uns schon jetzt auf viele Interessierte.

Ihr BUND-Vorstand im Steinachtal
Joachim Finkbeiner-Rinn, Ralf Kuttig, Jochen Schwarz, Edit Spielmann und Stefan Wagner

Zum Jahresrückblick (PDF, 900 KB) 


 

BUND und NABU widersprechen dem Windkraft-Gutachten zum Plangebiet Lammerskopf

BUND Steinachtal, BUND Heidelberg und NABU Heidelberg antworten auf den RNZ-Artikel vom 5.12.2024 “Raum für ‘mindestens 10’ Windräder”

Pressemitteilung
11. Dezember 2024

BUND Steinachtal, BUND Heidelberg, NABU Heidelberg

  • Das IUS-Gutachten ist in Teilen fehlerhaft und inhaltlich unvollständig.
  • Naturschutzfachliche Unbedenklichkeit kann nicht begründet werden.
  • BUND und NABU fordern die Ausweisung eines Artenhilfsprogramms am Lammerskopf.

Heidelberg/Wilhelmsfeld. Die Naturschutzverbände BUND und NABU sind Mitglieder des Projektbeirats “Bürgerwindpark Lammerskopf”. Ihre vier Vertreter konnten die Erstellung des Gutachtens* des Heidelberger Gutachterbüros IUS sehr eng begleiten.

Sie haben darüber hinaus eigene Felduntersuchungen im FFH-Gebiet durchgeführt und dadurch das vorhandene Wissen über die ökologische Wertigkeit des Gebiets erheblich gesteigert. Dabei kam ihnen ihre berufliche Qualifikation als Biologen sowie eigene langjährige Erfahrung bei der Erforschung von Fledermäusen zugute.

Das IUS-Gutachten ist in Teilen fehlerhaft und inhaltlich unvollständig

Die Naturschützer haben die Untersuchungsmethoden des IUS fachlich bewertet und mit den naturschutzfachlichen Prüfstandards abgeglichen. Wo nötig, wurden Nachbesserungen eingefordert. Die bislang vorgelegten Untersuchungsergebnisse wurden anschließend eingehend geprüft. BUND und NABU kommen zu dem Ergebnis, dass das Gutachten des IUS in der vorliegenden Fassung in Teilen fehlerhaft und inhaltlich unvollständig ist.

Die Naturschutzfachliche Unbedenklichkeit kann nicht begründet werden

“Die naturschutzfachliche Unbedenklichkeit hinsichtlich der Beeinträchtigung der Schutz- und Entwicklungsziele des FFH-Gebietes bei Errichtung eines Windparks mit mindestens 10 Windkraftanlagen sehen die Naturschutzvertreter als nicht gegeben.”, sagt die Biologin Edit Spielmann vom BUND Steinachtal. “Die für die Ausweisung als Windkraft-Vorrangfläche erforderliche Freigabe kann durch das Gutachten des IUS damit nicht hinreichend begründet werden.”, ergänzt Andreas Kellner vom NABU Heidelberg.

weiter lesen (PDF 560 KB) ...

Foto vom Eichenwald am Lammerskopf im Bereich der Münchelhütte - Foto: © E. Spielmann/BUND Steinachtal Eichenwald am Lammerskopf im Bereich der Münchelhütte Foto: © E. Spielmann/BUND Steinachtal

AG SOLAR

Bürgersolaranlage in Heiligkreuzsteinach fertig gestellt

Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach (Foto E. Köster) Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach (Foto E. Köster)

Die Gemeinschaftssolaranlage auf dem Dach der Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach ist fertig installiert und wird in den kommenden Wochen in Betrieb gehen. NetzeBW hat bereits alle Vorbereitungen getroffen, es müssen nur noch die Anschlussleitungen gelegt werden. Wir bedanken uns beim ausführenden Installationsbetrieb Hornstein Elektrotechnik in Wilhelmsfeld für die schnelle Montage der Module und der technischen Einrichtungen sowie bei der Bürgerenergiegenossenschaft Hohe Waid eG in Hirschberg für die Unterstützung bei der Logistik und Finanzierung der Anlage. Besonderer Dank gilt der Gemeinde Heiligkreuzsteinach, die das Dach der Aussegnungshalle für das bürgerschaftliche Engagement einer Gemeinschaftssolaranlage zur Verfügung stellt.

...

Die Anlage auf der Aussegnungshalle in Heiligkreuzsteinach soll nicht das einzige Projekt dieser Art im Gemeindeverwaltungsverband Schönau bleiben. Angestrebt wird von der AG Solar des BUND Steinachtal in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzmanagerin des GVV mindestens eine gemeinschaftlich betriebene Photovoltaikanlage in jeder Kommune, um allen Bürger:innen im Verbandsgebiet, die gerne in ökologische Stromerzeugung investieren wollen, aber z.B. kein eigenes, geeignetes Dach für eine PV-Anlage zur Verfügung haben, die Beteiligung an einer solchen Anlage zu ermöglichen.

ZUM BEITRAG IN VOLLER LÄNGE (PDF, 247 KB)


 

Teilregionalplan Wind der Metropolregion Rhein-Neckar

Stellungnahme des BUND Steinachtal

Luftbild auf den Norden des vorgeschlagenen Vorranggebiets HD/RNK-VRG02-W, kurz „Lammerskopf“. Links im Bild ist Wilhelmsfeld zu sehen. (Foto Aranka Schön Photography, © BUND Steinachtal)

Der BUND OV Steinachtal hat gemeinsam mit den BUND-Gruppen Neckargemünd und Heidelberg eine Stellungnahme im Rahmen der ersten Offenlage zum Teilregionalplan „Windenergie“ der Metropolregion Rhein-Neckar abgegeben. In diesem werden die Vorranggebiete für den künftigen (und grundsätzlich dringend erforderlichen) Ausbau der Windkraft in der Region festgelegt. Wir fokussieren unsere Argumente dabei im Wesentlichen auf das Vorranggebiet HD/RNK-VRG02-W, welches das Gebiet am „Lammerskopf“ zwischen Schönau, Neckargemünd und Heidelberg-Ziegelhausen einschließt.

Aufgrund des besonderen EU-rechtlichen Schutzes nahezu des gesamten vorgeschlagenen Gebiets als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet sehen wir große Rechtsunsicherheiten für mögliche Windkraftprojekte. Die von ihnen ausgehenden Beeinträchtigungen der betroffenen Schutzgüter (Erhaltungszustand streng geschützter Arten und Lebensraumtypen im FFH-Gebiet) wären in jedem Fall erheblich. Mit Verweis auf das Positionspapier von BUND und NABU zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg sprechen sich die BUND-Gruppen Steinachtal, Neckargemünd und Heidelberg ausdrücklich gegen die Ausweisung des genannten Gebietes am Lammerskopf als Windkraft-Vorranggebiet aus.

Im Mitteilungsblatt des GVV-Schönau haben wir bereits in den vergangenen Wochen einige Ausschnitte daraus veröffentlicht.

Die Stellungnahme als Ganzes sowie die zwei Anlagendokumente können Sie hier als PDF-Dateien laden.

STELLUNGNAHME BUND Steinachtal, Neckargemünd und Heidelberg 1,64 MB

Anl.1: BUND & NABU: POSITIONSPAPIER - NATURVERTR. AUSBAU DER WINDENERGIE IN BAWUE 445 KB

Anl.2: SPIELMANN, E.: FLEDERMÄUSE IM FFH-GEBIET ... BEI SCHÖNAU - EINE SONDIERUNG 522 KB


 

Tiere schützen und die Natur genießen

Die fünfte Saison der Amphibienschutzaktion im Steinachtal hat begonnen

Foto eines Erdkrötenmännchens am Krötenzaun Für dieses Krötenmännchen heißt es jetzt erst einmal Warten - am besten in einem der vielen Eimer am Zaun - bis zum nächsten sicheren Shuttle-Transport auf die andere Straßenseite, bevor die Wanderung zum Laichgewässer fortgesetzt werden kann. (Foto: Jochen Schwarz)

Wie bereits vor zwei Wochen angekündigt, organisiert der BUND Ortsverband auch in diesem Jahr an der L535 zwischen Heiligkreuzsteinach und Altneudorf eine Amphibienschutzaktion. Am letzten Samstag ist der Schutzzaun aufgebaut worden und somit der Startschuss zur Schutzsaison 2024 erfolgt.

Mindestens bis Ende März, je nach Wetter auch bis Mitte April, werden nun täglich Helfer im Einsatz sein, um den Zaun zu kontrollieren und Amphibien sicher über die Straße zu bringen. Und wie schon vor zwei Wochen geschrieben: auch wenn es bereits eine stattliche Zahl an Helfern gibt, ist der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland im Steinachtal dankbar für jede*n weitere*n Intereressierte*n, die/der sich an den Einsätzen beteiligen möchte. Solch ein Einsatz eignet sich für alle, die sich für die Natur interessieren, die sich am Tierschutz beteiligen möchten, die einen kleinen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt leisten möchten.

Es geht zwar bei dieser Aktion unmittelbar um Amphibien – aber Amphibien sind gleichzeitig auch ein Teil des Naturkreislaufs und mit ihrem Verschwinden werden auch andere Arten nicht länger existieren können. Aber auch diejenigen, die einfach mal eine Stunde durch das abendliche oder nächtliche Steinachtal wandern möchten, um etwas abzuschalten und die Ruhe zu genießen, kommen bei solch einem Einsatz auf ihre Kosten. Oder wie wäre es mit einem Spaziergang durch die Morgendämmerung – zu erleben, wie die ersten Sonnenstrahlen über dem östlichen Steinachtal hervorblitzen, hat wirklich seine Reize. Es kann sich frei eingeteilt werden, zu welcher Uhrzeit der Einsatz stattfindet – es gibt nur eine Voraussetzung: es muss bereits/noch dunkel sein.

Und auch für Familien ist solch ein Schutzeinsatz ein Highlight: für Kinder ist es nicht nur ein Abenteuer (dank der Taschenlampen und der Dunkelheit hat die Zaunkontrolle den Charakter einer Nachtwanderung), sondern zugleich auch lehrreich. Zudem ist es vollkommen ungefährlich: Kröten, Frösche oder Molche sind harmlos und können einen nicht verletzen. Und auch ansonsten werden den Helfern keine wilden Tiere begegnen.

Selbstverständlich gibt es beim ersten Einsatz eine Begleitung durch einen erfahrenen Amphibienschützer – es wird niemand ins kalte Wasser geworfen.

Wer nun direkt Interesse bekommen hat, an einem solchen Einsatz teilzunehmen, oder wer sich auch nur einfach einmal völlig unverbindlich weiter informieren möchte, kann den BUND Steinachtal gerne per Mail (amphibien(at)bund-steinachtal.de) oder telefonisch 06228/913817 kontaktieren.

BUND Ortsverband Steinachtal - Stefan Wagner


 

"Die Position der Umweltverbände zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie"

Rückblick zum Vortrags- und Diskussionsabend am 17. Januar im Bürgerhaus, Schönau (s. unten)

Yassin Cherid vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz (BUND und NABU) stellte das kürzlich aktualisierte Positionspapier der beiden Naturschutzverbände zum Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg vor. Yassin Cherid vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz (BUND und NABU) stellte das kürzlich aktualisierte Positionspapier der beiden Naturschutzverbände zum Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg vor. (Foto Jochen Schwarz)

Die Landesverbände von BUND und NABU haben ein gemeinsames Positionspapier unter dem Titel "Naturverträglicher Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg" veröffentlicht und darin ihre Forderungen zur Konfliktvermeidung zwischen Klima- und Naturschutz beim Ausbau der Windenergie an Land beschrieben. Unter anderem listen sie darin diejenigen Gebiete und Lebensräume auf, in denen sie die Errichtung von Windkraftanlagen grundsätzlich ablehnen.
Der BUND Steinachtal lud am 17. Januar zur Vorstellung und Diskussion des Positionspapiers auch im Hinblick auf den geplanten Bau von Windenergieanlagen am Lammerskopf ins Bürgerhaus nach Schönau ein.

Herr Yassin Cherid vom Dialogforum "Erneuerbare Energien und Naturschutz", das gemeinsam von BUND und NABU getragen wird, stellte das Positionspapier (Kurzlink https://bit.ly/BUND_NABU_WK), das aus Sicht der beiden großen Naturschutzverbände bereits den Kompromiss zwischen Klima- und Naturschutz beinhaltet, vor. ...

WEITER LESEN ... PDF 47 KB


 

Die Mopsfledermaus und der Klimawandel

Edit Spielmann

Multiple Krisen

Viele Ökosysteme stecken heute in einer multiplen Krise. Klimawandel ist nur eine davon. Die globale Klimakrise ist real und jede halbwegs vernünftiger Mensch weiß, dass wir schon längst hätten anfangen müssen, die Ursachen zu bekämpfen. Die Biodiversitätskrise ist ebenfalls real, wird aber bislang weitgehend übersehen. Die beiden Krisen hängen zusammen und müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden. Man hört häufig das Argument, dass durch den Klimawandel die Wälder samt Ihren Bewohnern sowieso verschwinden werden. Mag sein, aber ...

WEITER LESEN ... PDF 115 KB


 

Positionspapier von BUND und NABU

Naturverträglicher Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg

Im überarbeiteten Positionspapier für einen naturverträglichen Windenergieausbau in Baden-Württemberg legen BUND und NABU klare Leitlinien für den Schutz von Natur und Artenvielfalt dar.

Download des PositionspapierS als PDF-Dokument (2,0 MB)


 

Appell von BUND und NABU an die Verbandsversammlung der Metropolregion zur Fläche „Lammerskopf“ im Teilregionalplan Windenergie

Blick über den Neckar bei Neckargemünd auf den Lammerskopf (Foto Aranka Schoen, Photography © BUND Steinachtal)

BUND und NABU richten sich mit einem offenen Appell an die Mitglieder der Verbandsversammlung der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Umweltschutzverbände bitten diese bei der anstehenden Abstimmung am 15. Dezember zum Teilregionalplan Windenergie gegen eine Ausweisung des Lammerskopfs bei Heidelberg als Vorrangfläche zu stimmen.

DOWNLOAD APPELL VON BUND UND NABU ALS PDF-DATEI - 236 KB 


 

Was fliegt denn da? Ein Mops!

Die Fledermausfauna auf dem Lammerskopf - eine Sondierung

Die wertvollsten Waldbereiche am Lammerskopf haben einen hohen Alt- und Totholzanteil, der für baumbewohnende Fledermausarten besonders wichtig ist. (Foto Edit Spielmann)

Im Vorfeld der Planungen für Windkraftanlagen im FFH-Gebiet wollten wir wissen, welche Fledermausarten auf dem Lammerskopf vorkommen und ob dort mit einer hohen Aktivität zu rechnen ist. Im Sommer 2023 haben wir deshalb in einigen Nächten an mehreren Standorten akustische Erfassungen durchgeführt und diese ausgewertet.

Das Ergebnis hat unsere Vermutung bestätigt: der Lammerskopf ist für waldbewohnende Fledermäuse hochattraktiv und damit auch für viele andere Arten, die auf alte, strukturreiche Wälder angewiesen sind.
 

Die Untersuchungsergebnisse können sie hier lesen.
Download "Die Fledermausfauna auf dem Lammerskopf" als PDF (2,2 MB)


 

Lammerskopf ideal für Artenhilfsprogramme

NABU und BUND fordern im Rahmen des Windenergieausbaus Flächen für Artenhilfsprogramme in Baden-Württemberg.

Das Plangebiet mit Blick von Wilhelmsfeld in Richtung Neckargemünd (Foto BUND Steinachal / Aranka Schön Photography Wilhelmsfeld) Das Plangebiet mit Blick von Wilhelmsfeld in Richtung Neckargemünd (Foto BUND Steinachtal / Aranka Schön Photography Wilhelmsfeld)

Klimakrise und Biodiversitätskrise müssen gleichrangig und gemeinsam betrachtet werden.

Der dringend notwendige Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg setzt viele seltene Vögel und Fledermäuse zusätzlich unter Druck. Deshalb fordern die Regionalverbände von NABU und BUND gemeinsam das Land und die Regionen auf, parallel zum Ausbau der Windenergie geeignete Flächen für die Umsetzung von Artenhilfsprogrammen auszuweisen. Diese sollen verhindern, dass die Artenvielfalt im Land schweren Schaden nimmt. Die Fläche um den Lammerskopf zwischen Heidelberg und Schönau wäre ideal für ein solches Artenhilfsprogramm.

WEITER LESEN (319 KB) ...

 

Gemeinsame Pressemeldung der jeweiligen Regionalverbände Rhein-Neckar-Odenwald von BUND und NABU
vom 26.07.2023

DOWNLOAD PRESSEMELDUNG ALS PDF (97 KB) 


 

Rückblick auf die Amphibienschutzaktion 2023

Starker Rückgang der Amphibienpopulation

Auch diese Erdkröte einer sicherer Zugang zu ihren Laichgewässern unterhalb der für sich gefährlichen L535 ermöglicht Auch diese Erdkröte einer sicherer Zugang zu ihren Laichgewässern unterhalb der für sich gefährlichen L535 ermöglicht (Foto Stefan Wagner)

Früher Einsatz der Wanderung beobachtet

Inzwischen ist der Zaunabbau schon fast zwei Monate her – dennoch lohnt sich noch ein kurzer Rückblick auf eine Saison, die sich teilweise deutlich von den Vorjahren unterschieden hat. Bereits zum vierten Mal wurde in diesem Frühjahr vom BUND Ortsverband Steinachtal an der L535 zwischen Heiligkreuzsteinach und Altneudorf die Amphibienschutzaktion durchgeführt. Seit Ende Februar wurden sieben Wochen lang wieder die Eimer, das Gelände vor und hinter dem Zaun, aber auch die Straße, täglich mindestens einmal kontrolliert.

WEITER LESEN ...


 

Windkraft am Lammerskopf

Warum der BUND die Ausschreibung von Waldflächen zur Errichtung von Windkraftanlagen in FFH-Schutzgebieten ablehnt

Luftbild des Odenwald-Höhenzuges im Bereich des Lammerskopfes (Foto Aranka Schön Photography, Wilhelmsfeld, © BUND) Luftbild des Odenwald-Höhenzuges im Bereich des Lammerskopfes (Foto Aranka Schön Photography, Wilhelmsfeld, © BUND)

Am 21. April haben sich einige regionale BUND-Gruppen in einer gemeinsamen Pressemitteilung gegen die Einleitung eines Ausschreibungsverfahrens von ForstBW für ein Windparkprojekt im EU-Schutzgebiet zwischen Heidelberg und Schönau ausgesprochen und Alternativen gefordert. Aufgrund von Anfragen aus der Bürgerschaft möchten wir unseren Standpunkt an dieser Stelle erläutern.
Klimakrise und Biodiversitätskrise gleichrangig und gemeinsam angehen
Der BUND unterstützt den Ausbau der Erneuerbaren Energien grundsätzlich. Gleichzeitig vertreten wir jedoch die Auffassung, dass der Schutz des Weltklimas und der Schutz der biologischen Vielfalt gleichrangig zu betrachten sind, da sie gleichermaßen überlebenswichtig für die Zukunft der Menschheit sind. Sie müssen gleichrangig und möglichst gemeinsam angegangen werden.

Weiter lesen (1,9 MB) ...

 

Gemeinsame Pressemeldung der BUND-Gruppen Heidelberg, Steinachtal und Neckargemünd
vom 21.04.2023

DOWNLOAD PRESSEMELDUNG ALS PDF

 

Weitere Hintergrundinformationen zum Windparkprojekt auf der Website des BUND Heidelberg


 

Über uns

In der jetztigen Form gibt es den Ortsverband Steinachtal seit 2017. Er umfasst die Gemeinden Schönau, Heiligkreuzsteinach, Heddesbach und Wilhelmsfeld

Themen

Foto: Jochen Schwarz
  • Schwerpunkte unserer Arbeit sind verschiedene Naturschutz- und Klimaschutzthemen.
  • Wir arbeiten zusammen mit der unteren Naturschutzbehörde, mit dem Naturpark Neckartal-Odenwald, dem Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar (LEV), dem Forstamt des Kreises sowie den Gemeinden des GVV Schönau.
  • Wir waren darüber hinaus beteiligt an der Erstellung des Managementplans für das FFH-Gebiet "Steinachtal und kleiner Odenwald".
  • Für die Bürger des Steinachtals sind wir aber auch erste Ansprechadresse bei allen Fragen des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes in der Region oder bei naturkundlichen Bestimmungsfragen.
  • Joachim Finkbeiner-Rinn, Leiter der AG SOLAR unseres Ortsverbandes, ist Ansprechpartner für Energiethemen im BUND-Regionalverband.

Projekte

Foto: Jochen Schwarz
  • AG Solar: Die Arbeitsgruppe wirbt für die Nutzung der Sonnenenergie in unserer Umgebung, führt interessierte Mitbürger zusammen, um über das Thema zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.
  • Wir kämpfen für mehr Klimaschutz in den Gemeinden unseres Ortsverbandes.
  • Schmetterlingsschutz: Wir führen regelmäßig Erfassungen von Nachfaltern an verschiedenen Standorten im GVV durch. Wir stehen als BUND-Schmetterlings-Guides für Führungen und Vorträge über Tag- und Nachtfalter zur Verfügung.
  • Fledermausschutz: Wir betreuen mehrere Wochenstuben, wo wir auch Bestandszählungen durchführen. Durch das Anbringen künstlicher Quartiere unterstützen wir mehrere Fledermausarten im Gebiet. Wir kontrollieren bekannte Quartiere und erfassen neue. 
  • Amphibienschutz: Seit 2020 kümmern wir uns um wandernde Amphibien oberhalb der Forellenteiche in Heiligenkreuzsteinach. Im Frühjahr wurden so etwa 900 Erdkröten vor dem Straßenverkehr gerettet. Unsere Gruppe beteiligt sich auch bei der Amphibienrettung der BUND-Ortsgruppe Schriesheim im Schriesheimer Tal.
  • Naturpark kulinarisch: öffentliche Koch- und Vortragsabende zu den Naturparken Baden-Württemberg zusammen mit Slow food e.V. und Naturpark Neckartal-Odenwald.

Impressionen unserer Projekte

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Vereinstreffen: Wir treffen uns jeden zweiten Monat und besprechen aktuelle Aktivitäten und Projekte. Die Treffen bieten daneben Raum für Vorträge und Diskussionen zu einem breiten Spektrum von Umwelt- und Naturthemen. Die Treffen sind in der Regel öffentlich. Gäste sind herzlich willkommen.
  • Wir bieten öffentliche Leuchtabende zu Fang und Bestimmung von Nachtfaltern (mehrfach im Jahr).
  • Wir führen Vogelstimmen- und Schmetterlingsexkursionen durch (im Frühjahr).
  • Wir veranstalten Bat-Nights am Hammerweiher und bieten dabei auch Führungen in das vom BUND eingerichtete Fledermaus-Überwinterungsquartier im ehemaligen Luftschutzstollen in Schönau an (jeweils am letzten Wochenende in den Sommerferien).
  • Im Rahmen der bundesweiten BUND-Streuobsttage organisieren wir unser Apfelfest (erstes Wochenende im Oktober).
  • Unser Sommerfest findet im Juli satt.
  • Wir beteiligen uns an den Weihnachtsmärkten im GVV.

Impressionen von unseren Veranstaltungen

Erzielte Erfolge

Anmeldung zur Info-Mail

Wenn Sie per Mail über unsere Arbeit und über bevorstehende Veranstaltungen informiert werden möchten, freuen wir uns über eine kurze Mail an bund.steinachtal(at)bund.net.
So funktioniert auch die Abmeldung.

BUND Steinachtal

Kontakt

Der Vorstand wird gleichberechtigt von Joachim Finkbeiner-Rinn, Béla Kuttig, Ralf Kuttig und Stefan Wagner vertreten.

Bei Fragen und Anregungen zu oder Interesse an unserer Arbeit können Sie uns gern kontaktieren: bund.steinachtal(at)bund.net 

Joachim Finkbeiner-Rinn


E-Mail schreiben Tel.: 06220-913041‬

Béla Kuttig


E-Mail schreiben

Stefan Wagner


E-Mail schreiben Tel.: 06228-383570

Regelmäßige Informationen

Bei Interesse informieren wir Sie gerne über Aktivitäten und Veranstaltungen des OV Steinachtal per Info-Mail. Anmeldung zum Erhalt von Informationen. Auf gleichem Wege können Sie den Empfang auch wieder beenden.

Unterstützen Sie den BUND Steinachtal mit Ihrer Spende!

Inhaber: BUND Steinachtal

Bank: Volksbank Kurpfalz eG

IBAN: DE38 6729 0100 0068 4315 06