Willkommen bei der BUND Ortsgruppe Heddesheim!
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) setzt sich für den Schutz der Natur und Umwelt ein.
Wir, als Ortsgruppe Heddesheim, versuchen hierzu einen Beitrag zu leisten:
- durch praktischen Umwelt– und Naturschutz
- durch Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten
- durch das Einbringen in umweltpolitische Maßnahmen und Entscheidungen
- durch Informationsaustausch und -weitergabe
Ihr Engagement und ihre Ideen sind gefragt!
Ob aktiv, passiv oder grundsätzlich interessiert, bei uns sind Sie gleichermaßen willkommen!
Kommen Sie zu unseren Treffen und Aktionen, melden Sie sich per E-Mail oder per Telefon. Näheres erfahren Sie im Mitteilungsblatt der Gemeinde.
AKTUELLE PROJEKTE UND AKTIONEN
Wasser – selbstverständlich und unbedenklich?
Die derzeitige Hitze und Trockenheit führen uns wieder einmal eindrücklich vor Augen, wie wertvoll Wasser ist. Flüsse und Bäche führen immer weniger Wasser, die Grundwasserstände sind vielerorts niedrig und auch bei uns im Rhein-Neckar-Raum macht sich die anhaltende Trockenheit bemerkbar. Mitte August lag der Rheinpegel in Mannheim zeitweise nur noch bei rund 73 Zentimetern. Die LUBW bewertet die Grundwasserverhältnisse in Baden-Württemberg derzeit ebenfalls als niedrig und erwartet für August einen weiteren Rückgang.
Umso mehr wird uns bewusst, wie abhängig wir von einer sicheren Wasserversorgung sind. Wir drehen den Wasserhahn auf und wie selbstverständlich fließt sauberes Trinkwasser heraus. Aber können wir auch sicher sein, dass dieses Wasser frei von problematischen Stoffen ist?
Eine Stoffgruppe ist dabei in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt: PFAS – per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, häufig auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet.
PFAS umfassen mehr als 10.000 künstlich hergestellte Substanzen. Wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften wurden und werden sie in zahlreichen Produkten eingesetzt – beispielsweise in beschichteten Textilien und Kochgeschirr, Lebensmittelverpackungen oder auch bestimmten Feuerlöschschäumen. Das Problem: Viele PFAS sind extrem langlebig. Sie werden in der Umwelt kaum abgebaut, können sich verbreiten und teilweise auch in Organismen anreichern. Für einige PFAS sind zudem gesundheitsschädliche Wirkungen bekannt; viele andere sind hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen noch nicht ausreichend untersucht.
PFAS sind deshalb inzwischen auch ein Thema unserer Trinkwasserverordnung. Die neu gefasste Trinkwasserverordnung trat bereits 2023 in Kraft; seit dem 12. Januar 2026 muss für die „Summe PFAS-20“, also 20 ausgewählte PFAS-Verbindungen, ein Grenzwert von 0,10 Mikrogramm pro Liter beziehungsweise 100 Nanogramm pro Liter eingehalten werden. Ab dem 12. Januar 2028 kommt für vier besonders relevante PFAS ein zusätzlicher, noch strengerer Summengrenzwert von 20 Nanogramm pro Liter hinzu.
Und wie sieht es bei unserem Trinkwasser aus? Die bislang öffentlich zugängliche Untersuchung der Gruppenwasserversorgung Obere Bergstraße vom 20. Mai 2025 enthält eine Vielzahl chemischer Parameter, jedoch noch keine PFAS-Werte. Die damalige Gesamtbeurteilung bestätigt dementsprechend die Einhaltung der Trinkwasserverordnung ausdrücklich nur für die „untersuchten Parameter“.
Da der neue PFAS-20-Grenzwert nun seit Januar 2026 verbindlich ist, sind wir gespannt auf die aktuellen Untersuchungsergebnisse unserer Wasserversorgung. Nach unserer bisherigen Recherche sind entsprechende PFAS-Messwerte der Gruppenwasserversorgung Obere Bergstraße noch nicht öffentlich zugänglich. Wir hoffen, dass diese Werte künftig ebenso transparent veröffentlicht werden wie die bisherigen Wasseranalysen.
Aber was sind PFAS eigentlich genau?
Welche Gefahren gehen von diesen „Ewigkeitschemikalien“ für Mensch und Umwelt aus? Wie gelangen sie in Böden, Gewässer und letztlich möglicherweise auch in unser Trinkwasser? Und vor allem: Welche Möglichkeiten gibt es, ihren Einsatz und ihre Verbreitung einzudämmen?
Diesen Fragen widmet sich ein Vortrag des BUND Regionalverbandes Rhein-Neckar-Odenwald in Zusammenarbeit mit dem BUND Kreisverband Heidelberg:
„PFAS – Ewigkeitschemikalien: Gefahren und Handlungsmöglichkeiten“
Dienstag, 29. September 2026, 19:00 Uhr
WeltHaus Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 25
Referent ist Fritz Mielert, Umweltreferent des BUND Baden-Württemberg. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen enthält das beigefügte Veranstaltungsplakat.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich über ein Thema zu informieren, das uns möglicherweise noch sehr lange beschäftigen wird – denn sauberes und unbelastetes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen.
Gemeinsam für den Rebhuhnschutz im Einsatz
Am vergangenen Wochenende unterstützten einige Mitglieder der BUND-Ortsgruppe Heddesheim die Abbauarbeiten des Rebhuhn-Schutzzaunes. Gemeinsam mit engagierten Mitgliedern der Vogelfreunde, Kathrin Naumann vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) tatkräftig angepackt.
Trotz der bereits am Morgen hochsommerlichen Temperaturen war die Arbeit dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten nach rund zwei Stunden erledigt. Solche gemeinsamen Aktionen zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Naturschutzakteure ist, um bedrohten Arten wie dem Rebhuhn wirksam zu helfen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern – insbesondere auch den jungen Unterstützern, die mit ihrem Einsatz gezeigt haben, dass Naturschutz Menschen jeden Alters verbindet. Nur gemeinsam können wir einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt leisten.
Hitzeschutz in Heddesheim – jetzt handeln!
Auch in Heddesheim gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten – und einige Hausaufgaben zu erledigen:
Der Klimawandel, vor dessen Folgen Wissenschaft und Umweltverbände seit Jahrzehnten warnen, ist längst Realität. Hohe Temperaturen und lange Trockenperioden sind immer häufiger zu spüren.
Grundsätzlich sind Länder und Kommunen gefordert, regional angepasste Maßnahmen und Hitzeaktionspläne zu entwickeln.
Auch in Heddesheim gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten – und einige Hausaufgaben zu erledigen:
Flächen entsiegeln und neue Versiegelung vermeiden:
Asphalt- und Betonflächen speichern die Wärme und geben sie nachts wieder ab. Wo immer es möglich ist, sollten versiegelte Flächen zurück gebaut und durch Grünflächen ersetzt werden. Bei neuen Bauvorhaben müssen Grünflächen und insbesondere schattenspendende Bäume von Anfang an mitgedacht werden.
Gefährdete Menschen besonders schützen:
Ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Erkrankte, kleine Kinder und wohnungslose Menschen leiden besonders unter großer Hitze. Ein kommunales Hitzetelefon könnte ältere und hilfsbedürftige Menschen während einer Hitzewelle regelmäßig kontaktieren, über Schutzmaßnahmen informieren und bei Bedarf Unterstützung vermitteln.
Schattige Parks, öffentliche Gebäude, Kirchen oder andere geeignete Räume könnten als „kühle Orte“ ausgewiesen und auf einer Karte bekannt gemacht werden. Schulen und Kindergärten sollten, z.B. durch eine energieeffiziente Kühlung hitzetauglich gemacht werden. Geeignete Räume könnten außerhalb der Unterrichtszeiten auch der Bevölkerung als Aufenthaltsorte zur Verfügung stehen.
Öffentliche Trinkwasserbrunnen aufstellen:
Kostenlos zugängliches Trinkwasser ist während großer Hitze ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. An stark besuchten Orten sollten deshalb öffentliche Trinkwasserbrunnen eingerichtet werden.
Öffentliche Plätze besser beschatten:
Die beste und nachhaltigste Beschattung bieten große, klimaangepasste Bäume. Wo dies kurzfristig nicht möglich ist, können Sonnensegel oder Photovoltaik-Überdachungen Abhilfe schaffen. Besonderen Handlungsbedarf sehen wir auf dem Dorfplatz, auf den Parkplätzen der Supermärkte sowie auf dem Festplatz bzw. Badeseeparkplatz.
Grüne Oasen und kleine Wälder schaffen:
Geeignete Baulücken und freie Flächen sollten nicht automatisch bebaut werden. Es sollte jeweils geprüft werden, ob sie als Grünfläche, kleiner Nachbarschaftspark oder sogenannter „Tiny Forest“ beziehungsweise Miniwald genutzt werden können. Solche Flächen bieten Schatten, fördern die Artenvielfalt und schaffen wohnortnahe Erholungsmöglichkeiten.
Hitze- und Klimaschutz dürfen nicht erst dann beginnen, wenn die nächste Hitzewelle bereits da ist. Viele Maßnahmen benötigen Planung, Zeit und Geld. Deshalb müssen die notwendigen Entscheidungen jetzt getroffen werden.
Ein kommunaler Hitzeaktionsplan für Heddesheim wäre ein wichtiger Schritt, um die Bevölkerung zu schützen und unseren Ort langfristig lebenswert zu erhalten!
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Die Hitze - Ein Problem für Mensch und Natur!
Nun ist sie da – die Hitze!
Manch einer zweifelt noch immer an der Existenz des Klimawandels. Doch die Realität lässt sich kaum noch übersehen: Temperaturrekorde werden täglich gebrochen, Hitzewellen nehmen zu und wir Menschen suchen Schatten, kühle Räume oder das nächste Freibad auf. Doch was ist mit den Wildtieren und Insekten? Sie können der Hitze nicht einfach entkommen und sind gerade jetzt auf unsere Hilfe angewiesen.
Jede Wasserstelle zählt!
Dabei muss es keine teure Lösung sein. Eine flache Schale oder ein Blumentopfuntersetzer reichen bereits aus, um Vögeln, Igeln, Eichhörnchen oder Insekten lebenswichtiges Wasser anzubieten.
Bitte beachten Sie dabei einige einfache Regeln:
- Verwenden Sie nur flache Gefäße oder schaffen Sie Ausstiegsmöglichkeiten.
- Wechseln Sie das Wasser täglich und reinigen Sie die Schalen regelmäßig.
- Stellen Sie Vogeltränken an einem übersichtlichen Ort auf, damit Vögel herannahende Feinde rechtzeitig erkennen können.
- Insektentränken sollten mit Steinen, Moos, Stöckchen oder Schneckenhäusern ausgestattet werden. So können Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sicher trinken, ohne zu ertrinken.
- Regentonnen und andere tiefe Wasserbehälter bitte abdecken oder absichern, damit keine Tiere hineinfallen.
Gerade in langen Trockenperioden trocknen natürliche Wasserstellen aus. Mit einer kleinen Tränke im Garten oder auf dem Balkon können Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Tierwelt leisten – und werden oft mit schönen Naturbeobachtungen belohnt.
Schon mit wenig Aufwand können wir gemeinsam viel bewirken.
Helfen wir den Tieren durch die heißen Tage – jeder Tropfen zählt!
“Ein kleiner Trinkplatz - eine große Hilfe für unsere Tierwelt”
eingesandt von Frau K. Taschke, liebevoll gezeichnet von ihrer Tochter Mareike.
Foto: Mareike Mnich
Unsere Bäume brauchen jetzt unsere Hilfe!!!
Jeder Eimer Wasser hilft, unsere Bäume gesund zu erhalten und das Grün in unserer Gemeinde zu bewahren!
Vor Kurzem haben wir dazu aufgerufen, bei großer Hitze auch an unsere Wildtiere und Insekten zu denken und ihnen Wasserstellen anzubieten. Doch auch die Bäume und Grünanlagen in unserer Nachbarschaft leiden unter Trockenheit und hohen Temperaturen.
Bäume sind wertvolle Schattenspender und sorgen für ein angenehmeres Mikroklima direkt vor unserer Haustür. Helfen Sie deshalb mit, Straßenbäume und öffentliche Grünflächen zu schützen. Eine einzelne Gießkanne reicht allerdings meist nicht aus – drei bis vier Gießkannen Wasser dürfen es schon sein. Am besten wird langsam gegossen, damit das Wasser tief in den Boden einsickern kann.
Auch im Haushalt lässt sich dafür Wasser sammeln: Stellen Sie einfach eine Schüssel oder einen Eimer in die Küchenspüle und fangen Sie beispielsweise das Wasser beim Waschen von Obst und Salat auf. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich der Behälter füllt.
Das Rebhuhn – der Vogel des Jahres 2026
Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist ein typischer Bewohner offener Landschaften. Ursprünglich war es in den Steppen und Heidelandschaften Europas und Asiens zu Hause. Mit der Entstehung unserer Kulturlandschaft fand es auch auf Äckern, in Weinbergen und an Feldrändern geeignete Lebensräume.
Bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts war das Rebhuhn noch weit verbreitet. In den vergangenen 50 Jahren sind seine Bestände jedoch dramatisch zurückgegangen. Seit 1980 haben sie in West- und Zentraleuropa um mehr als 90 Prozent abgenommen. Ursachen sind unter anderem der Verlust geeigneter Lebensräume, fehlende Rückzugsflächen sowie die intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen.
Umso erfreulicher ist es, dass vor Kurzem am Heddesheimer Ortsrand eine junge Rebhuhnfamilie gesichtet wurde. Rebhühner brüten und leben am Boden. Besonders während der Aufzucht sind die Jungvögel sehr empfindlich gegenüber Störungen.
Wir bitten daher alle Hundehalterinnen und Hundehalter, in diesem Bereich besondere Rücksicht zu nehmen und ihre Hunde an der Leine zu führen. Da viele Felder immer früher abgeerntet werden, verlieren die Tiere wichtige Deckungs- und Schutzräume.
Bitte helfen Sie mit, die Rebhuhnfamilie zu schützen. Bleiben Sie auf den Wegen, halten Sie Abstand und führen Sie Ihren Hund an der Leine.
Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme!
Erfolgreiche Teilnahme am "Fairen Sonntag" auf dem Dorfplatzfest
Unter dem Motto „Fair gekleidet“ stand der Faire Sonntag am 19. Juli 2026 auf dem Dorfplatzfest ganz im Zeichen nachhaltiger Mode, des fairen Handels und eines bewussten Konsums.
An unserem Stand informierten wir die Besucherinnen und Besucher über die verschiedenen Siegel im Textilbereich und zeigten Möglichkeiten auf, wie sich der CO₂-Fußabdruck beim Kleidungskauf und -gebrauch reduzieren lässt.
Ein besonderes Angebot war die Ermittlung des persönlichen ökologischen Fußabdrucks. Anhand eines Fragenwegs zu den Themen Energie, Konsum, Ernährung und Mobilität konnten die Teilnehmenden ihr eigenes Verhalten einschätzen. Die Ergebnisse sorgten bei manchen für Überraschung, boten aber zugleich wertvolle Anregungen für einen nachhaltigeren Alltag.
Darüber hinaus ergaben sich zahlreiche interessante Gespräche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über faire Mode und nachhaltigen Konsum. Erfreulicherweise spielte auch das Wetter mit, sodass wir auf einen gelungenen, informativen und schönen Nachmittag zurückblicken können.
Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und die vielen anregenden Gespräche.
Gartenfest 2026
Am Samstag, den 11. Juli, konnten wir einige Mitglieder und Förderer bei bestem Wetter zu unserem Gartenfest bei Maria begrüßen. In geselliger Runde, bei Kaffee und Kuchen gab es viele anregende Gespräche über aktuelle Themen und unsere Vereinsaktivitäten.
Ein herzliches Dankeschön gilt Maria für die Gastfreundschaft sowie dem Deutschen Roten Kreuz Heddesheim für das Ausleihen des Geschirrs.
Wir freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Treffen!
Teilnahme am BUND-Regionaltreffen mit Exkursion
Eine kleine Delegation unseres Ortsverbands nahm am Regionalgruppentreffen des BUND-Regionalverbands Rhein-Neckar-Odenwald am 20. Juni in Laudenbach teil. Gastgeber war der Ortsverband Hemsbach-Laudenbach, der die Teilnehmenden zunächst in der BUND-Umweltscheuer begrüßte.
Im Mittelpunkt des Treffens stand eine Exkursion zu einem Amphibienbiotop, das als Ausgleichsfläche für den Bau der Kreisverbindungsstraße angelegt wurde. Vor Ort erläuterten Gerhard Röhner und Uwe Somplatzki die Maßnahmen zum Schutz des Kammmolchs sowie die Rolle des BUND bei der Planung und Begleitung des Projekts.
Beim anschließenden Austausch in der Umweltscheuer stellte sich zudem der neu gewählte Vorstand des Regionalverbands vor und gab einen Ausblick auf die künftigen Arbeitsschwerpunkte. Die Veranstaltung bot interessante Einblicke in die Naturschutzarbeit vor Ort und Gelegenheit zum Austausch mit Aktiven aus der gesamten Region.
Schottergärten – mehr als nur ein ästhetisches Problem
Schottergärten sind nicht nur aus ökologischer Sicht problematisch, sondern auch rechtlich unzulässig. Bereits die Landesbauordnung Baden-Württemberg schreibt vor, dass nicht überbaute Grundstücksflächen zu begrünen sind. Seit dem 1. August 2020 ist das Verbot von Schottergärten zudem ausdrücklich im Landesnaturschutzgesetz verankert.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist seit Jahren auf die negativen Folgen solcher Flächen hin. Schottergärten bieten Insekten, Vögeln und anderen Kleintieren weder Nahrung noch Lebensraum und tragen damit zum Rückgang der Artenvielfalt bei. Gleichzeitig wirken sie sich nachteilig auf das örtliche Mikroklima aus. Steine speichern tagsüber große Mengen Wärme und geben diese bis in die Abend- und Nachtstunden wieder ab. Die kühlende Wirkung von Pflanzen durch Verdunstung entfällt.
Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Sommermonate wird dieses Thema immer wichtiger. Heiße Tage, lange Trockenperioden und Tropennächte nehmen bereits heute spürbar zu. Der Klimawandel wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Begrünte Vorgärten, Bäume, Sträucher und Stauden leisten dagegen einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Sie spenden Schatten, verbessern die Luftqualität, fördern die Versickerung von Regenwasser und sorgen für eine natürliche Abkühlung der Umgebung.
BUND-Ortsgruppe beim „Tag der Vereine“ präsent
Die BUND-Ortsgruppe nahm am 10. Mai am „Tag der Vereine“ im Bürgerhaus Heddesheim teil. Dabei hatten wir die Gelegenheit, unsere Arbeit sowie unsere aktuellen Projekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Im Laufe des Tages konnten wir zahlreiche interessante Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über unsere Aktivitäten im Natur- und Umweltschutz vor Ort führen. Das Interesse an unseren Themen war groß, und wir haben uns sehr über den offenen und konstruktiven Austausch gefreut. Vielleicht ist es uns gelungen, bei der einen oder dem anderen das Interesse zu wecken, sich gemeinsam mit uns für den Umwelt- und Naturschutz in unserer Gemeinde zu engagieren.
Unser besonderer Dank gilt der Gemeinde Heddesheim sowie dem Kerweverein für die gelungene Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung. Wir haben uns sehr wohlgefühlt und werden im nächsten Jahr gerne wieder teilnehmen.
Besondere Ehrung
Maria Landenberger wurde die BUND-Medaille überreicht.
Unsere 1. Vorsitzende Maria Landenberger wurde bei der Landesdelegierten-Versammlung des BUND Baden-Württemberg mit der BUND-Medaille geehrt.
Die Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch würdigte insbesondere ihr langjähriges Engagement auf Orts-, Regional-, Landes- und Bundesebene.
Maria lernte den BUND bereits 1981 in Hessen kennen, seit ihrer Gründung 1985 ist sie bei der Ortsgruppe Heddesheim aktiv, davon viele Jahre im Vorstand. Auch im Vorstand des Regionalverbands Rhein-Neckar-Odenwald setzte sie sich für die Region ein und übernahm zeitweise zusätzlich das Amt der Schatzmeisterin. Neben ihrer Rolle als Landesdelegierte ist sie auch auf Bundesebene aktiv und vertritt dort den Landesverband als Delegierte.
Wir gratulieren Maria herzlich zu dieser Auszeichnung.
Wir machen nachts das Licht aus - unserer Umwelt zuliebe
Sommerzeit ist Draußenzeit – aber bitte mit Rücksicht auf die Nacht
Mit der Sommerzeit genießen wir wieder lange, helle Abende im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse. Licht schafft Atmosphäre, vermittelt Sicherheit und lädt zum Verweilen ein. Moderne LED-Technik macht es zudem einfach und kostengünstig, Außenbeleuchtung zu betreiben – so kostengünstig, dass vielerorts selbst die Weihnachtsbeleuchtung längst nicht mehr nur im Dezember erstrahlt, sondern ganzjährig.
Doch was für uns gemütlich wirkt, bedeutet für viele Tiere Stress. Künstliches Licht in der Nacht verändert Lebensräume massiv. Insekten werden von Lampen angezogen und verenden erschöpft oder werden leichte Beute. Fledermäuse verlieren Jagdgebiete. Nachtaktive Vögel, Igel und andere Kleintiere werden in ihrem natürlichen Rhythmus gestört.
Die Nacht ist ein schützenswerter Lebensraum – auch in unseren Gärten.
Kunstlicht gilt deshalb – je nach Art und Ausmaß – seit 2011 gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz als schädliche Umwelteinwirkung. Ziel dieses Gesetzes ist es, neben dem Menschen auch Tiere und Pflanzen vor schädlichen Lichtimmissionen zu schützen.
Auch in der Neufassung des Landesnaturschutzgesetzes Baden-Württemberg vom 11. Februar 2023, hervorgegangen aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“, wurden entsprechende Neuregelungen aufgenommen. Mit dem Klimagesetz Baden-Württemberg wurde im Februar 2023 zudem § 21 NatSchG weiter verschärft: Das Beleuchtungsverbot gilt nun für Fassaden aller baulichen Anlagen – nicht mehr nur für Gebäude der öffentlichen Hand.
Leider scheinen diese Vorgaben bislang nicht dazuzuführen, dass Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen konsequent den Schalter ihrer Fassadenbeleuchtung umlegen und damit Lichtverschmutzung und Energieverbrauch reduzieren. Die Zielsetzung, dem Artensterben wirksam entgegenzutreten, wird so verfehlt.
Daher unsere Frage an Sie:
Schlafen Sie bei offenen Rollläden und eingeschaltetem Licht?
Wahrscheinlich nicht. Doch in vielen Gärten brennt die ganze Nacht über Licht – und die nachtaktiven Tiere haben keine Rollläden, hinter die sie sich zurückziehen können.
Was können Sie tun?
- Außenbeleuchtung nur bei Bedarf einschalten.
- Bewegungsmelder statt Dauerbeleuchtung nutzen.
- Warmweißes Licht (unter 3000 Kelvin) verwenden.
- Lampen nach unten ausrichten, damit sie nicht in die Umgebung abstrahlen.
- Dekorative Beleuchtung zeitlich begrenzen – auch LED-Licht bleibt Lichtverschmutzung.
Weniger Licht bedeutet mehr Schutz für Natur und Artenvielfalt – und spart zugleich Energie. Lassen wir die Nacht wieder Nacht sein.
Weitere Informationen unter www.bund-bawue.de/themen-und-projekte/naturschutz/nachtretter/
Naturnah gärtnern im Haus- und Kleingarten
Anregungen zur nachhaltigen Gartenpflege
Nun ist es wieder Zeit, im Garten aktiv zu werden und Pflanzen sowie Saatgut auszubringen. Mit einigen einfachen Maßnahmen kann die Gartenpflege nicht nur schön, sondern auch nachhaltig und umweltfreundlich gestaltet werden. Wir möchten hierzu folgende Anregungen geben:
- Heimische Pflanzen bevorzugen
Heimische Blumen, Sträucher und Kräuter sind besonders gut an das Klima angepasst und bieten wichtigen Lebensraum sowie Nahrung für Insekten und Vögel. - Insektenfreundliche Gärten gestalten
Blühpflanzen über die gesamte Saison hinweg sowie kleine Rückzugsorten wie Totholz, Steinhaufen oder Insektenhotels fördern die Artenvielfalt. - Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten
Stattdessen können natürliche Methoden wie Mischkulturen, Nützlinge oder biologische Mittel eingesetzt werden. - Wasser bewusst nutzen
Regenwasser sammeln und möglichst morgens oder abends gießen, um Verdunstung zu reduzieren. - Kompost statt Kunstdünger verwenden
Küchen- und Gartenabfälle lassen sich hervorragend zu nährstoffreichem Kompost verarbeiten. - Flächen teilweise natürlich wachsen lassen
Nicht jeder Bereich muss perfekt gemäht sein. Kleine „wilde Ecken“ bieten wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Mit diesen einfachen Maßnahmen kann jeder Garten zu einem kleinen Beitrag für Umwelt- und Naturschutz werden.
Umspannwerk und Schaltanlage Mannheim Ost (380-kV / 110-kV)
Stellungnahmen zu Planfeststellungsverfahren abgegeben
Der Landesverband Baden-Württemberg e. V., Ortsverband Heddesheim, hat als anerkannter Verband fristgerecht Stellungnahmen zu den Planfeststellungsverfahren „Neubau 380-kV-Umspannwerk Mannheim Ost“ (Az.: RPK17-0513.2-116) sowie „Neubau 110-kV-Schaltanlage Mannheim Ost“ (Az.: RPK17-0513.2-118) beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht.
Der Ortsverband prüft in solchen Verfahren die Planunterlagen, insbesondere im Hinblick auf Umweltverträglichkeit, mögliche Eingriffe in Natur und Landschaft sowie die vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und landschaftspflegerischen Begleitpläne (LBP). Auf dieser Grundlage wurden die Stellungnahmen fristgerecht am 10. März 2026 abgegeben.
Jahreshauptversammlung 2026 des BUND-Ortsverbands Heddesheim
Jahresbericht, Kassenbericht und Entlastung, Ausblick
Am 14. April 2026 fand im Bürgerhaus Heddesheim die Jahreshauptversammlung des BUND-Ortsverbands statt. Der 2. Vorsitzende Markus Rosenwald begrüßte die Mitglieder. Die Einladung war satzungsgemäß erfolgt, die Protokollführung übernahm Markus Rosenwald.
Jahresbericht 2025
Die 1. Vorsitzende Maria Landenberger blickte auf ein besonderes Jahr zurück: Der Ortsverband feierte sein 40-jähriges Bestehen. Die Müllsammelaktion im Februar wurde erneut gemeinsam mit dem Bauhof durchgeführt – erfreulicherweise mit drei Schulklassen. Zudem beteiligte sich der Ortsverband am Runden Tisch Naturschutz zur Biotopvernetzung, an der Rebhuhnzählung sowie an Pflegemaßnahmen auf dem Grundstück Hirschländer und am Beet Weidig/Werderstraße zusammen mit dem Klimabeirat. Die Ferienspielaktion musste mangels Anmeldungen entfallen. Im November fand ein Vortrag zu „Tierischen und pflanzlichen Einwanderern“ statt.
Kassenbericht und Entlastung
Doris Wittneben übernahm das Amt der Schatzmeisterin und stellte auf Online-Banking um. Die Kassenprüferin bestätigte die ordnungsgemäße Führung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Ausblick 2026
Auch 2026 setzt der Ortsverband seine Arbeit engagiert fort. Bereits durchgeführt wurden ein Pflegeeinsatz am Grundstück Hirschländer mit Freischneiden der Trockenmauer als wertvolles Eidechsenbiotop, die Aktion „Saubere Flur“, Stellungnahmen zu geplanten Energieanlagen (380-kV-Umspannwerk und 110-kV-Schaltanlage), die Beetpflege mit dem Klimabeirat sowie die Beteiligung am Blütenwegfest.
Geplant sind unter anderem die Teilnahme am „Tag der Vereine“ (10. Mai), eine neue Eltern-&-Kind-Aktion an der Bachstation Ladenburg (27. Juni) als alternatives Familienangebot, ein Sommergartenkaffee für Mitglieder (11. Juli), Beiträge zum Sommerfest des Regionalverbands, zum „Fairen Sonntag“ mit dem Thema Faire Kleidung, zur „Langen Nacht der Demokratie“ sowie ein Infostand beim „Seewandel“. Für November ist ein Vortrag vorgesehen.
Mit diesem breiten Spektrum aus praktischer Naturschutzarbeit, Stellungnahmen zu Planungen und Informationsangeboten bleibt der BUND-Ortsverband ein aktiver Partner im Gemeindeleben.
Mit dem BUND-Regionalverband auf dem Blütenwegfest
Blütenwegfest lockte zahlreiche Besucher an
Am Sonntag, 12. April, fand das diesjährige Blütenwegfest auf dem Blütenweg zwischen Laudenbach, Hemsbach und Sulzbach statt. Neben den BUND-Ortsverbänden Hemsbach/Laudenbach und Weinheim war auch der BUND-Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald mit Themen rund um Schmetterlinge und Libellen vertreten.
An diesem Stand engagierten sich den ganzen Tag über auch zwei Mitglieder unserer Ortsgruppe. Besonders die jüngeren Besucherinnen und Besucher ließen sich mit einem Kamishibai-Erzähltheater zu Frosch, Biber und Libelle, Tiere am Wasser begeistern.
Am Nachmittag ergänzte eine Expertin des Ortsverbands Ladenburg das Angebot mit anschaulichen Exponaten zu Faltern – besser bekannt als Schmetterlinge – und stand für Fragen zur Verfügung.
Obwohl es zunächst danach aussah, als würde das Wetter nicht mitspielen, blieb es im Laufe des Tages trocken. Die Temperaturen waren angenehm – vermutlich sogar angenehmer als bei sengender Sonne. Dies spiegelte sich auch in den großen Besucherzahlen wider: Unser Pavillon war durchgehend gut besucht.
Nach diesem erfolgreichen Tag freuen wir uns bereits auf das nächste Blütenwegfest im kommenden Jahr, das in einem anderen Abschnitt des Blütenwegs stattfinden wird.
Neues vom Pflanzbeet Ecke Weidig- und Werderstraße
Die bisherige Pflege zeigt Wirkung!
Das Pflanzbeet Ecke Weidig- Werderstraße entwickelt sich sichtbar gut.
Ehrenamtliche des Klimaschutzbeirats und des BUND pflegen das Beet regelmäßig und tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass sich die Pflanzen gut entwickeln und langfristig erhalten bleiben. Dank des regelmäßigen Einsatzes und der sorgfältigen Betreuung können sich die Pflanzen nachhaltig etablieren und ihre volle Blütenpracht entfalten.
Die fleißigen Helfer bei der Arbeit!
Erfolgreiche Aktion "Saubere Flur" - Gemeinsam für ein sauberes Heddesheim
Mehrere Schulklassen der Hans-Thoma-Grundschule unterstützen tatkräftig die Müllsammelaktion
Am Samstag, den 21. Februar 2026, fand erneut die Aktion „Saubere Flur“ in unserer Gemeinde statt. Trotz wenig einladendem Wetter und einsetzendem Regen am Ende der Sammelaktion ließen sich 13 unentwegte Heddesheimerinnen und Heddesheimer nicht davon abhalten, tatkräftig mit anzupacken. Treffpunkt war der Parkplatz am Badesee, von wo aus die engagierten Helferinnen und Helfer in verschiedene Bereiche ausschwärmten.
Von jung bis alt waren alle Altersgruppen vertreten – ein schönes Zeichen für den starken Gemeinschaftssinn in Heddesheim.
Mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken ausgestattet, wurde achtlos weggeworfener Abfall aus Grünanlagen, Wegrändern, Feldern und Gräben gesammelt. Dank des großen Engagements aller Beteiligten konnte wieder eine beachtliche Menge Müll zusammengetragen und fachgerecht entsorgt werden.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den eifrigen Helferinnen und Helfern, die ihre Zeit und Energie für eine saubere Umwelt eingesetzt haben. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei den Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde für die tatkräftige Unterstützung sowie bei Bürgermeister Weitz, der sich persönlich bei allen Mitwirkenden bedankte und es sich nicht nehmen ließ, beim Entladen des Transporters selbst mit Hand anzulegen.
Nach getaner Arbeit fand die gelungene Aktion bei einem gemütlichen Beisammensein ihren schönen Abschluss. Bei leckerem Linseneintopf, Chili sin Carne, Würstchen sowie Kaffee und Kuchen konnten sich alle stärken und den Vormittag gemeinsam ausklingen lassen.
Die Aktion „Saubere Flur“ hat einmal mehr gezeigt: Gemeinsam können wir viel bewegen – für eine saubere Umwelt und ein lebenswertes Heddesheim.
Aktion „Saubere Flur“ – Beteiligung der Hans-Thoma-Grundschule
Wie in jedem Jahr haben sich auch diesmal wieder mehrere Schulklassen der Hans-Thoma-Grundschule tatkräftig an der Müllsammelaktion „Saubere Flur“ beteiligt.
Am Freitag, 27. Februar, war die Klasse 4c gemeinsam mit Frau Dehnen rund um den Spielplatz Gänsgräben sowie auf dem Weg dorthin unterwegs, um achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln. Bereits am Donnerstag, 26. Februar, engagierte sich Frau Fritz-Klumpp mit der Klasse 2a auf dem Seeweg und am Badesee-Spielplatz. Am Mittwoch, 4. März, war schließlich die Klasse 2e auf dem Spielplatz Brucknerstraße und „mitten im Feld“ aktiv.
Mit großem Einsatz sammelten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Abfälle und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt – insbesondere in unserer direkten Wohnumgebung.
Wir freuen uns jedes Jahr über das Engagement der Lehrkräfte und der Kinder. Neben dem praktischen Einsatz ist die Aktion auch eine wertvolle pädagogische Maßnahme, um Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt zu fördern.
Als kleines Dankeschön und zur besonderen Würdigung dieses Einsatzes besuchte unsere Vorsitzende Maria Landenberger die fleißigen Schülerinnen und Schüler im Unterricht und überraschte sie mit frischen Brezeln.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen großartigen Einsatz!
Pflegeeinsatz auf dem Grundstück in den Hirschäckern
Am Samstag, 31. Januar 2026, führten wir einen gemeinsamen Pflegeeinsatz auf dem Grundstück in den Hirschäckern durch. Ziel war es, die alte Trockenmauer vom dichten Brombeerbewuchs zu befreien sowie den Zustand der bestehenden Benjeshecken zu überprüfen und bei Bedarf nachzubessern.
Das ist uns gelungen.
Wie steht es um das Biodiversitätsstärkungsgesetz?
Das Biodiversitätsstärkungsgesetz ist ein Meilenstein der Naturschutzpolitik in Baden-Württemberg, an dem der BUND entscheidend mitgewirkt hat. Denn es setzt in vielen Bereichen wichtige Vorgaben für den Schutz der Natur und den Erhalt der Artenvielfalt im Land. Allerdings muss die Landesregierung diese auch umsetzen.
Fünf Jahre nach Inkrafttreten zeigt eine wissenschaftliche Evaluation durch ein externes Fachbüro im Auftrag von BUND, NABU, LNV und proBiene, wo Baden-Württemberg bei der Umsetzung des Gesetzes steht.
Auch in unserer Gemeinde gibt es noch Handlungsbedarf, zum Beispiel …
Insektenfreundliche Beleuchtung
Gesetzliche Vorgabe (§ 21 NatSchG): Ursprünglich nur für öffentliche Gebäude gedacht, ist Fassadenbeleuchtung seit 2023 für alle Gebäude im Sommer ganz und im Winter zwischen 22 und 6 Uhr verboten.
Zwischenbilanz: Die Regelung wird häufig ignoriert; Behörden greifen selten ein. Die Verschärfung war richtig und notwendig – jetzt braucht es klare Kontrollen und weniger Ausnahmen.
Verbot von Schottergärten
Gesetzliche Vorgabe (§ 21a NatSchG): Schottergärten auf Privatgrundstücken sind verboten.
Zwischenbilanz: Trotz des Verbots werden Schottergärten vielerorts nicht zurückgebaut. Sogar neue Schottergärten bleiben häufig ungeahndet. So klar das Biodiversitätsstärkungsgesetz diese Gärten des Grauens verbietet, so groß ist leider auch das Kontroll- und Vollzugsdefizit.
Es gibt noch viel zu tun
Obwohl die Landesregierung in allen Bereichen bereits aktiv geworden ist, sind die Schwächen und Defizite bei der Umsetzung des Biodiversitätsstärkungsgesetzes noch immer erheblich. Gesetzlich normierte Ziele liegen noch in weiter Ferne. Der BUND Baden-Württemberg bleibt dran, die Regierung an ihre Ziele zu erinnern und sie daran zu messen.