BUND Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald

Die Nachtretter

BUND-Kampagne gegen Lichtverschmutzung - werden Sie Nachtretter!

Das Projekt „Die Nachtretter“

Aktuelle Forschungsergebnisse machen zunehmend Lichtverschmutzung zur Hauptursache für den dramatischen Rückgang von nacht- und dämmerungsaktiven Lebewesen und das Insektensterben verantwortlich. Der Verlust der Biodiversität hat demnach viel damit zu tun, wie viel künstliches Licht wir unserer Umwelt zumuten.

Der BUND-Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald möchte mit dem Projekt „Die Nachtretter“ die Dunkelheit der Nacht als schützenswertes Ökosystem begreifbar machen und zu einem sinnvollen Umgang mit Licht anregen. Kommunen, Firmen, Kirchengemeinden und Privatpersonen im Rhein-Neckar-Raum sollen dazu bewegt werden, ihre nächtliche Lichtimmission zu reduzieren.

Unser Vorgehen:

  1. Mit Hilfe der Bevölkerung und BUND-Aktiven vor Ort, wird im ersten Schritt eine Bestandsaufnahme durchgeführt.
  2. Anschließend treten wir an die Verantwortlichen heran und unterbreiten konkrete Verbesserungsvorschläge und bieten Unterstützung bei der Umsetzung an.

Mitmachen im Nachtretter-Team

Helfen Sie uns dabei „Problemzonen“ wie angestrahlte Gebäude, nach Ladenschluss beleuchtete Parkplätze, zu helle Straßenbeleuchtung usw. zu erfassen!

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Zuhause aktiv werden

Verantwortung beginnt Zuhause. Und es ist dort so einfach etwas gegen Lichtverschmutzung zu tun! Tipps für den privaten Lebensbereich.

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Maßnahmen für Kommunen und Gewerbe

Das Projekt „Die Nachtretter“ richtet sich auch direkt an Kommunen, Firmen und Kirchengemeinden. Denn ihnen kommt eine besondere Verantwortung im öffentlichen Raum zu.

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Der Wert der Nacht

Der Rhythmus des Lebens

Der Tag-Nacht-Rhythmus ist die Grundlage für fast alles Leben. Aber wo sind die dunklen Nächte geblieben? Künstliches Licht, eine der besten Erfindungen der Menschheit, ist heute in unseren Städten und Dörfern vielerorts zum Störfaktor geworden. Die nächtliche Beleuchtung hat nicht nur große Auswirkungen auf unsere Tierwelt, sondern auch auf die menschliche Gesundheit. Zugvögel werden durch Lichtimmissionen in ihrer Orientierung gestört, für Singvögel gehen Abend- und Morgendämmerung nahtlos ineinander über, lichtscheue Fledermausarten werden regelrecht verdrängt und lokal kann es zum Verlust von ganzen Nachtfalterpopulationen kommen. Auch die Fische in unseren Flüssen und Seen sind betroffen, ebenso die Stadtbäume und viele mehr.

 

Heidelberger Schloss in der Abenddämmerung  (Foto: Julia Köster / BUND)

Der Verlust der Nacht

Ganz schleichend ist die Nacht auch für uns verloren gegangen. Wann und wo  haben Sie zum letzten Mal die Milchstraße gesehen? Wie war es noch vor 200 Jahren, als es noch keine künstliche Beleuchtung gab?  

Der Blick in den Himmel muss fantastisch und atemberaubend gewesen sein. Heute leuchtet der Planet Erde während wir schlafen. Und das in Zeiten eines globalen Klimawandels und der unabdingbaren Notwendigkeit, unseren Energieverbrauch zu drosseln.

Auch Solarleuchten leuchten

Haben Sie sich mal nachts vor Ihre Haustüre gestellt und darauf geachtet, wie hell oder dunkel es in Ihrem Wohnumfeld ist? Wie viele Hauseingänge, Hofeinfahrten und Fassaden sind in Ihrer Nachbarschaft beleuchtet? In wie vielen Gärten leuchten vermeintlich umweltfreundliche Solarlampen? Wie weit reicht das Streulicht der Straßenbeleuchtung? Ist der Parkplatz vom Supermarkt oder dessen Fassade nachts beleuchtet, obwohl niemand da ist?

Auch wenn es vielleicht nur um einzelne Lampen oder Solarleuchten geht, so haben sie dennoch großen Einfluss auf alle Tiere in Ihrem Wohnumfeld: Vom Igel bis zu den Nachtfaltern, Fledermäusen und nachts ruhebedürftigen Gebäudebrütern. Nicht zu vergessen die Nachbarn, die eventuell durch die Außenbeleuchtung am Ein- und Durchschlafen gehindert werden. Während wir unsere Rollläden runterlassen können, können sich die Tiere nicht dagegen wehren, wenn wir die Nacht vielerorts zum Tag machen.

Das darf doch gar nicht sein!

Menschen und tagaktive Tiere brauchen die Nacht zum Schlafen und nachtaktive Tiere können ohne die Dunkelheit der Nacht nicht leben. Das Kunstlicht gilt deshalb je nach Art und Ausmaß seit 2011 gemäß dem Bundesimmissionsschutzgesetz als schädliche Umwelteinwirkung. Ziel dieses Gesetzes ist es, neben dem Menschen auch Tiere und Pflanzen vor schädlichen Lichtimmissionen zu schützen. Auch in der Neufassung des Landesnaturschutzgesetzes vom 23. Juli 2020, die aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hervorgegangen ist, befinden sich unter den Neuregelungen Vorschriften zur insektenfreundlichen Beleuchtung. Endlich!

Erhebungsbogen herunterladen

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Info-Flyer

Das Nachtretter-Flyer zum verteilen gibt es kostenfrei im BUND-Büro in Heidelberg oder auch hier zum herunterladen.

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Zeigen, dass man Nachtretter ist

Sie sind bereits Nachtretter? Dann zeigen Sie es mit der Plakette und werben Sie Nachahmer! Die Plakette gibt es beim BUND oder hier zum ausdrucken
(PDF / DIN A 4 / 10 MB)

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Gefördert durch Stiftung Naturschutzfonds

 (Stiftung Naturschutzfonds)

Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden Württemberg. Ziel der Stiftung ist es vor allem neue, innovative Wege im Naturschutz anzustoßen und zu fördern sowie Projekte mit Modellcharakter zu unterstützen.

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