BUND Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald
BUND Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald

Entstehung

Die BUND-Ortsgruppe Sandhausen gibt es schon sehr lange, aber nach einem längeren „Dornröschenschlaf“ haben wir uns 2014 neu gegründet. Wer mitarbeiten möchte, ist herzlichst willkommen! Wir freuen uns über neue Ideen und neue Ziele!

 

Regelmäßige Veranstaltungen

Normalerweise treffen wir uns einmal im Monat. Wegen der Corona-Pandemie trifft sich die Ortsgruppe zurzeit nicht. Sie können uns aber gerne schreiben.

Fragen des BUND an die Kandidatin und Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Sandhausen

Anlässlich der Wahl hat der BUND an die Kandidatin und die Kandidaten eine Frage zum Umwelt- und Naturschutz gestellt:

Frage:

Sandhausen liegt in einem klimatisch warmen und trockenen Gebiet. Im Sommer wird es im Ort immer heißer und die Umgebung wird immer trockener. Welche Möglichkeiten sehen Sie, die sommerlichen Hitzewellen in Sandhausen und Trockenheit im Sandhäuser Wald zu dämpfen?

Die Antworten sind hier in gekürzter Form wiedergegeben, in der Reihenfolge des Eingangs. Der BUND bedankt sich herzlich für die vielen guten Ideen und ist überzeugt, dass jeder der Kandidaten sich für Klima und Umweltschutz in Sandhausen einsetzen wird. Wir weisen noch darauf hin, dass jeder Bürger auch selbst Fragen an die Kandidaten stellen kann, z.B. über die Internet-Seiten der Kandidat*innen. Sollten wir noch Antworten weiterer Kandidaten erhalten, ergänzen wir sie an dieser Stelle.

Petra Weiß:

Zur Hitzeentwicklung im Ort fallen mir ganz spontan verschiedene Möglichkeiten ein, wie man für weniger hohe Temperaturen sorgen könnte,  z.B.

  • ein Mehr an Begrünung innerorts, das Schatten spendet
  • Dach - und Fassadenbegrünungen
  • Beachtung von Frischluftschneisen  bei der städtebaulichen Planung und Entwicklung
  • Reduzierung von versiegelten Flächen
  • Grünstreifen mit Hecken anstelle von Schotter 

Dächer mit Photovoltaik zu versehen und den produzierten  Strom innerhalb des Objekts am besten auch selbst zu verbrauchen, wäre optimal. Ein „Klimaschutzbeauftragter“ innerhalb der Verwaltung ist  notwendig.

Zur Trockenheit im Wald: 

Es geht vor allem darum, dass das Waldinnenklima geschützt wird bzw. wieder hergestellt wird. Hilfreich ist hierfür:

  • die Belassung von Totholz im Wald als Wasserspeicher und als Maßnahme zur Reduzierung von Wind 
  • Reduzierung der Wegedichte und der Rückegassen 

Jürgen Rüttinger:

im Ort:

- Schutz und Pflege der bestehenden Bäume
Bei Neupflanzung von Bäumen, auch im privaten Bereich, muss besser darauf geachtet werden, dass das Wurzelwerk nicht Mauerwerk zerstören kann, damit man später nicht große schattenspendende Bäume wegen Beschädigung von Fundamenten und Straßenbelägen fällen muss

- Patenschaften aus der Bevölkerung für Blumenkübel und Bauminseln

- im Wald:

- Aufforstung im Wald nur mit trockenresistenten Baumsorten

- Wasserversorgung im Wald: Brunnen mit Frischwasser, zur Erfrischung der Sportler und Spaziergänger und zur Befeuchtung der Luft und Waldumgebung

Hans-Jürgen Moos:

Um das Mikroklima innerhalb von Sandhausen positiv zu beeinflussen, gilt es, Entasphaltierung zu betreiben, wo es geht – und möglichst viele schattenspendende Bäume zu pflanzen.

Neue Baumstandorte könnten sein: unter anderem rund um die Festhalle, auf dem Alten Friedhof als Grüne Lunge par excellence, auf den Verkehr- und Mündungsinseln, auf den kleineren Plätzen und als Straßenbegleit-Grün zur Aufwertung großzügiger Straßen. Als Anreiz würde ich mir wünschen, dass die Gemeinde jedem Hochzeitspaar und bei jeder Geburt einen Baum spendet, so dass über diese Patenschaft eine symbolische Sensibilisierung erfolgt.

Der für uns so wertvolle, aber schwerkranke Hardtwald ist auf den 600 Hektar in einer Art und Weise geschädigt, dass aus meiner Sicht nur eine überregionale Initiative mit den Nachbargemeinden einen nachhaltigen Effekt haben wird; quantitativ übrigens völlig unabhängig von der vielbeachteten Thematik, ob noch ein Waldstück einem Sportplatz weichen soll oder nicht. Wenn der künftige Sandhäuser Bürgermeister bei einem solchen interkommunalen Musterprojekt zur Rettung des Hardtwaldes mit Forschungs- und Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg die Federführung übernimmt, ist dies eine wertvolle Perspektive. Sandhausen allein kann hier kurzfristig zu wenig bewirken, zumal wahrscheinlich die grundlegende Frage, ob man den Hardtwald als großangelegte Transformation mit ganz anderen Baumarten belegen muss, um ihn als Wald-Biotop zu erhalten, wissenschaftlich begleitet werden müsste. Ich bin zu einer solchen Initiative nicht nur bereit, sondern leidenschaftlich dabei.

Günther Köhler:

- Pflanzung von schattenspendender Bäumen als natürliche "Klimaanlage" im Ort (mein Ziel ist es, den innerörtlichen Baumbestand um mindestens 20% zu erhöhen)

- Schaffung von kleinen Wasserläufen und Wasserstellen (z.B. bei der Neugestaltung der Asphaltwüste Festplatz, Spielplätzen, gemeindeeigenen Flächen ...)

- konsequente Reduzierung der Flächenversiegelung (besonders wichtig bei extremen Niederschlägen und für unser Grundwasser)

- Beratung und Ermutigung der Bürger*innen zum klimabewußtem Handeln (Reduzierung von Schottergärten und Flächenversiegelung, Pflanzung von regionalen Obstbäumen,....)

 - neuzuschaffende Stelle eines Klima- und Umweltschutzbeauftragten der Gemeinde Sandhausen

- Wald: schnelle Aufforstung mit klimaresistenten Baumarten (in enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt und gemeinsame Konzeption und Umsetzung durch alle "Hardtwaldgemeinden".

Hakan Günes:

 Die klimatischen Bedingungen haben sich gewandelt, sodass wir inzwischen in einem wärmeren und trockenerem Gebiet liegen. „Global denken, lokal handeln“ ist mein Motto, das ich als Bürgermeister gerne verfolgen werde. Deswegen werde ich mich dafür einsetzen, dass wir auf kommunaler Ebene unser Bestes für ein "Nachhaltiges Sandhausen“ leisten werden - hierzu möchte ich auch unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger entsprechend motivieren. Es gilt weiterhin örtliche Projekte wie beispielsweise unsere Blühflächen und -wiesen für Sandhausen zu fördern und unseren Wald konsequent mit bestandsfähigen Kulturen aufzuforsten, damit unser „Sandhäuser Zukunftswald“ entsteht. Auch bei innerörtlichen Strukturmaßnahmen gilt es im verhältnismäßigen Maße Grünstreifen zu schaffen, die Möglichkeiten der Schattenbildung zur „Ortskühlung" bieten. Weiter sollten wir im Ortskern mit Pflanzungen das Klein- und Mikroklima unterstützen. 

Timo Wangler:

Mit haushaltsjährlich 200.000 € will ich die dürreanfälligen Kiefernmonokulturen  bis 2029 in widerstandsfähigen Mischwald umwandeln. 

Ich unterstütze den GAL-Vorschlag, die Ausbreitung von Kermesbeere und anderer Neophyten, die unsere heimische Flora beeinträchtigen, mit bürgerschaftlichen Aktionen zurückzudrängen. Dies müsste nach meiner Auffassung in enger Absprache mit der Forstbehörde geschehen.

Begrünte Fassaden und die Umwandlung öffentlicher Grünanlagen in biodiverse Naturinseln verbessern das innerörtliche Binnenklima. Zudem würde ich versuchen, die Erstellung eines städtebaulichen Hitzeplans zu initiieren.


(Zusammengestellt von C. Kienle, BUND Sandhausen)

Was uns gerade bewegt: Abholzung am BWT-Stadion in Sandhausen

Stadion in Sandhausen

Ende April 2018 beschloss der Gemeinderat Sandhausen einen Einleitungsbeschluss zur Erweiterung des „Sport- und Erholungszentrums“ um zwei weitere Sportplätze samt Tribüne und ca. 140 Parkplätzen. Dafür sollten ca. 2,7 ha Wald zwischen „BWT Stadion“, dem alten Forsthaus und dem Sonnenweg/Schützenhaus gerodet werden, obwohl der Waldbereich zum Waldschutzgebiet „Schwetzinger Hardt“ gehört.

Der Beschluss hat unter vielen Sandhäusern für Aufregung gesorgt. Die im Bebauungsplanentwurf vorgesehene Standortwahl der beiden zusätzlichen Trainingsplätze mit Stehtribüne und 140 Parkplätzen auf dem Flurstück zwischen dem BWT-Stadion und dem ‚Försterhäusl‘ halten die Abholzungsgegner für ungeeignet, da hierfür wertvolle Waldflächen abgeholzt werden müssen. Nicht notwendige Verdichtungen und Versiegelungen würden damit vorgenommen, die bestehenden Alternativmöglichkeiten zur Standortwahl von Trainingsplätzen erscheinen nicht ausgeschöpft und im Sinne eines zeitgemäßen Umgangs mit bestehenden Ressourcen unzureichend gewürdigt.

Inzwischen hat sich eine Bürgerintiative „Pro Waldschutz Sandhausen“ gegründet, an der auch BUND-Mitglieder beteiligt sind.

Es werden jetzt alternative Standorte für die zwei Fußballplätze und die Parkplätze geprüft.

Unsere Themen

Bienenhäuser bieten Wildbienen Platz und Lebensraum  (BUND Sandhausen)

  • Mitarbeit bei der Initiative "Pro Waldschutz" Sandhausen
  • Regelmäßige Artikel im Gemeindeblatt Sandhausen zu den Themen Natur- und Umweltschutz
  • Handy-Sammlung
  • Organisation von Vorträgen, z.B. zu den Themen Wildbienen oder Plastik
  • Informationen zu Umwelt-und Naturschutz über Flyer, z.B. gegen „Schottergärten“
  • Überlegungen und Stellungnahmen zu verschiedenen Umwelt- und Naturschutzbelangen in Sandhausen
  • Geplantes Thema: Amphibienschutz

Aktuelle Projekte

Blaue Holzbiene an Edelwicke  (BUND Sandhausen)

  • Handysammlung 
  • Mitarbeit bei der Initiative "ProWaldschutz" Sandhausen   
  • Flyer gegen „Schottergärten“

 

Erzielte Erfolge

Blühende Obstbäume am Bettelpfad  (BUND Sandhausen)

  • Die Abholzung des Waldstücks im Waldschutzgebiet „Schwetzinger Hardt“ wurde gestoppt, es wird neu geplant. Dies ist vor allem dem Engagement der Initiative "Pro Waldschutz" zu verdanken, an der auch BUND-Mitglieder aktiv beteiligt sind.
    Hinweis: Aktuelle Informationen zum Stand des Waldschutzgebiets finden Sie auf der Homepage der Initiative "ProWaldschutz
  • Aufgrund von Nachfragen des BUND setzt die Gemeinde Sandhausen endlich für 2008 gebaute Fan-Parkplätze des SV Sandhausen  naturschutzrechtlich erforderliche Ausgleichsmaßnahmen um.
  • Die BUND-Ortsgruppe hat einige Insektenhotels aufgestellt.
  • Vernachlässigte Obstbäume am Gewann See in Sandhausen wurden von der Ortsgruppe beschnitten und abgeerntet. Inzwischen hat die Gemeinde die Pflege übernommen und pflegt sie besser.
  • Die BUND-Ortsgruppe hat sich zwei Jahre an dem Kartierungsprojekt "Wildkatzensprung" beteiligt, mit dem die Vorkommen der Wildkatze in ganz Deutschland erfasst werden sollen. Wir haben in der Schwetzinger Hardt keine Wildkatzen nachweisen können, aber es war schön, an einem so wichtigen Projekt des BUND beteiligt zu sein.

Sammelstellen für alte Handys in Sandhausen

Spenden Sie Ihr altes Handy!

Unzählige alte Handys liegen noch zuhause herum - und mit ihnen die Rohstoffe  (Patricia Reister)

Haben Sie vielleicht noch ein altes Handy in einer Schublade liegen, das Sie nicht mehr benötigen? Dann geben Sie es doch bei den  Sammelstellen für gebrauchte Mobiltelefone in Sandhausen ab. Damit leisten Sie auch einen Beitrag zum Umweltschutz.

Die BUND-Ortsgruppe Sandhausen sammelt schon eine Weile gebrauchte Mobiltelefone und lässt diese anschließend umweltgerecht recyceln. Dadurch sollen die in den Handys enthaltenen Rohstoffe wiedergewonnen werden.

Die Gemeinde Sandhausen unterstützt die Aktion des BUND und hat uns mehrere Sammelstellen ermöglicht:

  • Im Rathaus Sandhausen, Bahnhofstraße 10, Eingangsbereich
  • In der Gemeindebibliothek im Friedrich-Ebert-Schulzentrum, Eingang Büchertstraße

Kontakt

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