Regionalverband Rhein-Neckar-OdenwaldBUND Heidelberg-Wieblingen
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BUND Heidelberg-Wieblingen

BUND Ortsgruppe in Wieblingen am unteren Neckar

Die Ortsgruppe Wieblingen

Der Ortsverband Heidelberg-Wieblingen besteht seit 1984. Als einziger Stadtteil von Heidelberg hat Wieblingen eine eigene Ortsgruppe.

40 Jahre BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen

Bei der Einweihung des Wieblinger Weingartens.  (Foto: U. Flügge)

Am 11. Oktober feierte die BUND-Ortsgruppe Heidelberg Wieblingen ihren 40. Geburtstag. Sie schenkte dem Stadtteil aus diesem Anlass einen kleinen Weingarten auf dem Rathausplatz — in Erinnerung an den Weingarten von Frau Rutlindis, die ihren Weingarten in „Wibilinga im Lobdengau“ im Jahre 767 dem Kloster Lorsch schenkte (älteste Erwähnung des Ortes Wieblingen). Dieser Weingarten mit 8 Reben wurde am 11.10. eingeweiht.

Zweimal im Jahr bietet die BUND-Ortsgruppe Naturführungen am Altneckar an.  (Foto: U. Flügge)

Die Gründung der Ortsgruppe 1984 fiel mitten in die heiße Phase der Unterschutzstellung des Unteren Neckars, die schließlich am 13. Februar 1987 rechtskräftig wurde. Neben Themen des praktischen Umweltschutzes, stand von Anfang an der Schutz des Naturschutzgebietes Altneckar Heidelberg-Wieblingen auf dem Programm der Ortsgruppe.

Seither haben die Aktiven immer wieder ihre Stimme erhoben, aufgeklärt, protestiert, demonstriert, Alternativen aufgezeigt, geforscht, informiert, beraten und mit anderen Naturschutzfachleuten, auch mit Ämtern kooperiert, um die Natur im Stadtteil zu erhalten und zu pflegen.

Die Zusammenstellung der vielfältigen Aktivitäten ist beeindruckend. Dabei fällt auf, dass manche Themen kommen und gehen, wie z.B. Mülltrennung und die Müllverbrennung in Wieblingen, die anfangs ein wichtiges Thema waren. Andere Themen bleiben oder tauchen immer wieder auf, wie z.B. Verkehrsprobleme oder die Idee, Naturschutzgebiete verkehrlich durch eine Brücke, eine Schwebe- oder eine Seilbahn zu erschließen, umweltfreundliche Energiegewinnung oder der Schutz der Natur in Gärten, im öffentlichen Raum oder ganz speziell im und am Alten Neckar. Energiegewinnung oder der Schutz der Natur in Gärten, im öffentlichen Raum oder ganz speziell im und am Alten Neckar.

Beim anschließenden Jubiläumsfest im Bürgersaal ging es zunächst um Halsbandsittiche und andere ursprünglich gebietsfremde Arten, die inzwischen zur heimischen Flora und Fauna gehören. Den Festvortrag hielt der Biologe Dr. Michael Braun, der leider nur online beim 40.  Geburtstag dabei sein konnte.

Zum Ausklang gab es Musik – es spielten Mitglieder der BUND-Gruppe – , Getränke, Kleinigkeiten zu essen und eine Bilderschau über die 40—jährige Geschichte der Ortsgruppe. 

Die BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen ist eine sehr aktive Umweltschutzgruppe. Ihre Mitglieder würden sich freuen, wenn noch mehr Naturfreundinnen und Naturfreunde in der Gruppe mitarbeiten und sich für den Natur- und Umweltschutz in Wieblingen engagieren würden. Die Sitzungen der Ortsgruppe finden monatlich jeweils Montags um 19 Uhr im Sitzungszimmer des Wieblinger Rathauses statt. Genaue Termine können Sie über regine.buyer(at)bund.net erfragen.

Unsere Themen

Der Altneckar bietet mit seinen verschiedenen Biotopstrukturen ein wertvoller Lebensraum  (Ursel Kaboth)
  • Anfangs vor allem: Engagement für Müllvermeidung und Mülltrennung,  Kampf gegen die Müllverbrennungsanlage in Wieblingen, das Sammeln von Kastanienlaub im Herbst, um die Verbreitung der Miniermotten einzudämmen
  • Heute: schwerpunktmäßig der Schutz des NSG, LSG und FFH-Gebietes „Altneckar Heidelberg-Wieblingen“
  • Praktischer Natur- und Umweltschutz  im Stadtteil sowie in Haus und Garten
  • Informationen der Bevölkerung zu Themen wie naturnaher Garten, Klimaschutz, Plastikmüll usw.
  • Umweltberatung im Stadtteil

Projekte

Putzaktion am Altneckar  (Foto: Burkhard Meißner/BUND)

Veranstaltungen

Tierische Einwanderer

13.06.2026

In Heidelberg leben Nilgänse, Halsbandsittiche, asiatische Marienkäfer, amerikanische Flusskrebse, asiatische Körbchenmuscheln und andere "ausländische" Tierarten. Obwohl sie ursprünglich nicht in Mitteleuropa heimisch waren, sind sie heute fester Bestandteil unserer Tierwelt. 

Lernen Sie diese besonderen Gäste, ihre Besonderheiten sowie die Geschichte ihrer Einwanderung genauer kennen.

Datum: 13. Juni 2026

Uhrzeit: 16 bis 18 Uhr

Treffpunkt: HD-Neuenheim, vor dem Haus am Wehrsteg an der Seite des Uni-Campus, verlängerte Uferstraße

16. Mai 2026: Krautschau - Was lugt denn da hervor?

Rebellen in Ritzen

Pflanzen am Straßenrand und auf Gehwegen werden meist als grüner Hintergrund oder sogar als "Unkraut" angesehen. Doch der genaue Blick der Gruppe von Pflanzenfreund*innen in Wieblingen am vergangenen Samstag zeigte, dass an vielen Stellen mitten im Zentrum des Stadtteils interessante Pflanzen am Straßenrand und aus Betonritzen sprießen. Die BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen hatte zu dieser „Krautschau“ eingeladen. Innerhalb einer Stunde konnte eine überraschende Artenvielfalt festgestellt werden: 33 verschiedene Wildblumen und Kulturpflanzen, die Pflasterfugen und Straßenränder erobert hatten, zählte die Gruppe in dieser kurzen Zeit, u.a. Glockenblumen, Wiesenbocksbart, verschiedene Storchschnabel- und Kleearten usw. 

Um auf die Vielzahl von Wildpflanzen in unseren Städten aufmerksam zu machen, gibt es seit einigen Jahren die Krautschau, eine bundesweite Mitmachaktion. Sie wurde ursprünglich von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt initiiert. Mittlerweile beteiligen sich zahlreiche Organisationen wie der BUND, die Loki Schmidt Stiftung und botanische Vereine deutschlandweit daran. 

Bei der Krautschau werden wildwachsende Pflanzen, die in Pflasterfugen, Mauerritzen oder am Straßenrand wachsen, gesucht, bestimmt und ihre mittels App oder Buch bestimmten Namen mit bunter Straßenkreide direkt neben der Pflanze auf den Boden geschrieben.

Die Wieblinger Krautschau machte den Beteiligten viel Spaß und kann zur Nachahmung empfohlen werden – auch außerhalb der Krautschau-Aktionswoche. Man lernt dabei interessante Pflanzen kennen, erfährt viel über die Artenvielfalt vor der Haustür und über die faszinierenden Leistungen der oft unbeachteten Ritzenrebellen.

Sie trotzen der Hitze, der Trockenheit, Tritt- und Fahrbelastung und leisten einen wichtigen Beitrag gegen die Folgen des Klimawandels: Sie nehmen Oberflächenwasser auf, erhöhen die Versickerung und binden Staub. An heißen Sommertagen tragen sie zur Kühlung der gepflasterten Flächen bei. Außerdem sind sie ein wichtiger Teil des städtischen Ökosystems und bieten Insekten und anderen kleinen Tieren Schutz und Nahrung.

Hier einige Eindrücke der ersten Krautschau im Zentrum Wieblingens auf Teilen der Mannheimer Straße, auf der Hostig und in der Friedrichsfelder Straße.

5. und 6. Juli 2025: Neckarfest in Heidelberg-Wieblingen

Unser Stand gibt Informationen zum Thema Wasser – ein knappes Gut, u.a. 

26. März 2025 - Die Zukunft des Heizens

Download der Präsentation als PDF [5,9 MB]

Die Zukunft des Heizens: Expertenvortrag und Diskussion

Der Stadtteilverein Wieblingen und die BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen laden ein zu einem Vortrag des BUND-Energiereferenten Fritz Mielert mit dem Thema „Die Zukunft des Heizens – für eine nachhaltige Wärmeversorgung“. Er findet am Mittwoch, den 26. März 2025, 19:00 Uhr, im Bürgersaal des Wieblinger Rathauses, Mannheimer Straße 259, statt. Der Eintritt ist frei.

Regelmäßige Veranstaltungen

Erzielte Erfolge

  • Bau eines Lehrpfads entlang des Altneckar Heidelberg-Wieblingen
  • Verhinderung des Baus einer Brücke durch das NSG – hoffentlich auch dauerhaft 
  • Gute Zusammenarbeit im Stadtteil
  • Bewusstseinsbildung, sodass die Wieblinger stolz auf ihr Naturschutz am Alten Neckar sind

 

Ansprechpartnerin

Dr. Regine Buyer

Vorsitzende
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Altneckar aktuell

Aktuelle Informationen und Beobachtungen zum Schutzgebiet Altneckar Heidelberg-Wieblingen gibt es auf unserem Altneckar-Blog

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